Angriff auf Tesla!

VW plant neues Werk für das Elektroauto Trinity

Volkswagen will neues Wer für E-Autos bauen.
Volkswagen will neues Wer für E-Autos bauen.
© dpa, Julian Stratenschulte, jst koe lmp kno

09. November 2021 - 21:40 Uhr

Neues Werk für E-Autos

Ab 2026 will Volkswagen sein neues Elektroauto Trinity bauen und jetzt ist auch klar, wo es gebaut wird: in der Nähe des Stammsitzes in Wolfsburg. Das neue Werk soll eigens für das Elektroauto gebaut werden. Damit greift VW den E-Auto-Hersteller Tesla an.

Trinity soll eins der modernsten E-Antriebe bekommen

Für die abschließende Entscheidung muss zuerst aber noch der Aufsichtsrat des Konzert zustimmen. Das Vorhaben gilt als einer der entscheidenden Punkte in der Investitionsstrategie für die kommenden fünf Jahre. Den Angaben zufolge soll das Trinity-Projekt in einer separaten Produktionsstätte untergebracht werden - vorgesehen ist eine Art "zweites Werk Wolfsburg". Dessen Aufbau könnte nach Schätzungen aus Konzernkreisen mindestens einige hundert Millionen Euro kosten.

Trinity läuft voraussichtlich im Jahr 2026 voll an. Es handelt sich um ein komplett neu konzipiertes Fahrzeugsystem, in dem dann die modernsten E-Antriebe sowie weitgehend selbst programmierte Software, Vernetzung und Technologien des autonomen Fahrens von VW zum Einsatz kommen sollen. Dazu verwendet die Marke eine weiterentwickelte Plattform namens SSP, auf die auch Töchter zugreifen können sollen.

Auf dieser technischen Basis sollen insgesamt mehr als 40 Millionen Wagen entstehen. Das größte deutsche Unternehmen will damit vor allem den US-Rivalen Tesla angreifen, der schon jetzt kurz vor dem Start seiner neuen "Gigafabrik" in Grünheide bei Berlin steht.

Kernmarkenchef Ralf Brandstätter erklärte: "Der Wettbewerbsdruck steigt - nicht zuletzt vor der eigenen Haustür. Wir müssen Wolfsburg jetzt fit machen für die Zukunft." Eine Fertigungszeit von zehn Stunden je Auto sei machbar. "Auch das Stammwerk am Mittellandkanal soll anschließend nach diesem Vorbild tiefgreifend modernisiert werden", teilte VW weiter mit. (dpa/fst)