Prozessauftakt am Landgericht DortmundTödlicher Raser-Unfall im Dortmunder Nordosten

von Marc Sommer

Ein 36-jähriger Familienvater ist bei einem Verkehrsunfall in Dortmund gestorben. Seit Dienstag (10.02.) steht der Benmohamadi L. deswegen vor Gericht. Er soll mit einem Mietwagen durch ein Wohngebiet gerast sein und dabei den E-Scooter-Fahrer erfasst haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das Fahrzeug mit mehr als 160 km/h unterwegs war. Das Opfer starb noch am Unfallort. Seit heute muss sich der gebürtige Spanier unter anderem wegen Totschlags vor dem Dortmunder Gericht verantworten.

Fahrt ohne Führerschein und unter Drogeneinfluss

Der Unfall ereignete sich im vergangenen August gegen halb zwei Uhr nachts. Nach Angaben der Anklage war der Angeklagte ohne gültigen Führerschein unterwegs und stand mutmaßlich unter Drogeneinfluss. Der damals 18-Jährige soll den E-Scooter-Fahrer mit voller Wucht von hinten gerammt haben. Für den 36-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.

Zeuge berichtet von Trümmerfeld

Nach der Kollision verlor der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug. Der Wagen krachte gegen ein Bushaltestellenschild und gegen eine Mauer. Anwohner wurden durch einen lauten Knall aus dem Schlaf gerissen. Draußen bot sich ein Bild der Verwüstung: Trümmerteile lagen auf der Straße, Rettungskräfte eilten zum Unfallort.

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Schwere Verletzungen und drohende Haftstrafe

Der Angeklagte und sein Beifahrer wurden bei dem Unfall schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Sollte der inzwischen 19-Jährige nach Jugendstrafrecht wegen Totschlags verurteilt werden, erwartet ihn eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren. Das Gericht wird voraussichtlich im März ein Urteil fällen.