XXL-Demo in DüsseldorfGewerkschaften rufen zum Warnstreik auf
In mehreren Städten in Deutschland wurde am Dienstag (10.02.) gestreikt - auch in NRW. In der Landeshauptstadt waren mehr als 10.000 versammelt. Bei der XXL-Demo waren auch Pfleger und Lehrer dabei.
So lief der Warnstreik in Düsseldorf ab
Sie wollen mehr Geld. Laut Polizei sind es bis zu 16.000 Demonstranten am Dienstag (10.02.) in Düsseldorf über den Tag verteilt. Alle arbeiten im öffentlichen Dienst bei Polizei, Behörden, Justiz, in der Landesverwaltung oder in Unikliniken - so wie Paula Adam. Sie ist Kinderpflegerin in Essen. Für den Warnstreik mussten Operationen verschoben werden. Lebensnotwendige Eingriffe finden aber statt, betont die 29-Jährige. Sie wünscht sich vor allem mehr Wertschätzung. Denn sie habe einen echten Knochenjob. Manchmal arbeite sie acht Stunden ohne Pause. Auch in anderen Städten wie Bremen wird gestreikt. Aufgerufen haben die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, der Deutsche Beamtenbund, die Gewerkschaft der Polizei und ver.di. Letztere fordert unter anderem: sieben Prozent mehr Gehalt. Mindestens aber 300 Euro brutto on top und mehr Geld für Azubis, Studenten und Praktikanten. Für einige Arbeitgeber ist das überzogen. Der Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft deutscher Länder schreibt auf RTL WEST Anfrage: „Anders als Gewerkschaften behaupten, haben wir schon weitreichende Eckpunkte vorgelegt, die im Saldo über 5 % Steigerung liegen. Das können und werden wir weiter konkretisieren (...)„ Deshalb kann Andreas Dressel (SPD) die Streiks am Dienstag (10.02.26) nicht nachvollziehen. Anders sieht das der Bundesvorsitzende von ver.di. Frank Werneke meint, dieses Angebot gab es am Verhandlungstisch noch nicht, sondern erst nachträglich auf Presseanfragen.
Streik-Welle in NRW geht weiter
Die Demos belasten nicht nur Schulen und Unikliniken, sondern auch den Verkehr. Allein fünf Tunnel in NRW waren zeitweise gesperrt. Am Nachmittag ziehen die Demonstranten zum Landtag. Am Mittwoch (11.02.26) startet die dritte Verhandlungsrunde in Potsdam. Trotzdem hat ver.di schon wieder zu Streiks aufgerufen. Diesmal geht es unter anderem um Kitas.


































