Verwaltungs-Wahnsinn in HannoverWegen eines Bordsteins! Ehepaar darf E-Auto auf eigenem Grundstück nicht laden

von Annika Redmer und Juliana Schatzschneider

Willkommen in Deutschland, dem Land der Vorschriften!
Das Ehepaar Wallat hat alles vorbereitet: E-Auto ist gekauft, die Wallbox zum Laden an der Hauswand installiert. Doch Klaus-Rüdiger Wallat darf es hier nicht laden! Der Grund? Ein Bordstein, der der Stadt Hannover gehört. Im Video seht ihr, welch irrsinnige Antwort das Ehepaar von der Stadt bekommt.

5.000 soll das Ehepaar für die Bordsteinabsenkung blechen

„Im Moment ist es nicht möglich, hier legal auf das Grundstück zu fahren, weil der Bordstein und der Fußweg der Stadt Hannover gehören. Und wenn wir da rüberfahren, würden wir eine Ordnungswidrigkeit begehen und die wäre dann mit einem Bußgeld verbunden”, erklärt Rentner Klaus-Rüdiger Wallat im Gespräch mit RTL. Noch bis vor wenigen Wochen stand das Auto von Katrin Wallat und ihrem Mann, ihres Wissens nach, legal auf dem Grundstück.

Lese-Tipp: Neue E-Auto-Förderung: Wer jetzt wie viel Geld bekommt

Das ändert sich dann Ende 2025! Nachdem das Ehepaar wegen der installierten Wallbox noch einmal beim Bauamt nachhakt, erhalten sie kurze Zeit später die Schocknachricht: 5.000 Euro will die Stadt von den Wallats, weil der Bordstein abgesenkt werden müsse. Nur so könne und dürfe das Grundstück befahren werden.

Streaming Tipp
Explosiv - Das Magazin
Jetzt auf RTL+ streamen

Im Video: Diese Ladesäule steht im Halteverbot

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Wallats können ihre Wallbox wegen des Ortsbilds nicht nutzen!

„Wir haben uns bereiterklärt, die Kosten zu übernehmen, und dann wurde das abgelehnt”, erklärt der 73-Jährige. Denn: Das Ortsbild dürfe nicht beeinträchtigt werden, heißt es in dem Schreiben der Stadt Hannover. Doch das lässt das Ehepaar nicht auf sich sitzen. Ende des Monats will das Paar sein Dilemma bei der Bürgermeistersprechstunde vortragen. Die Wallats fordern alternative Vorschläge von der Stadtverwaltung. Nicht nur für sich, sondern auch für alle anderen, die das Klima schützen wollen. Selbst, wenn ihnen dabei Steine in den Weg gelegt werden.

Verwendete Quellen: RTL-Recherche