Rollen, Stehen, Warten280.000 Kilometer Stillstand: NRW bleibt Stauland Nummer eins
NRW bleibt Stauland Nummer eins: Pendler standen laut ADAC im vergangenen Jahr zusammengerechnet 7.000 Tage im Stau - acht Prozent mehr als 2024. Hauptursachen sind marode Infrastruktur und zahlreiche Baustellen.
Geduldstraining auf der Autobahn
Autofahrer in Nordrhein-Westfalen kennen den Dreisatz nur zu gut: Rollen, Bremsen, Warten. Laut aktueller ADAC-Bilanz haben Pendler im vergangenen Jahr zusammengerechnet 7.000 Tage im Stau gestanden. Das sind acht Prozent mehr als im Vorjahr. NRW bleibt damit Spitzenreiter im bundesweiten Geduldstraining auf vier Rädern. Die Menschen sind inzwischen leiderprobt und wissen sich die Zeit zu vertreiben – mit Podcasts, Hörbüchern oder Musik. Manche versuchen, die Situation gelassen zu nehmen.
Baustellen treiben Stau-Bilanz nach oben
Besonders viel Geduld war auf der A40 zwischen Duisburg und Essen gefragt. Den längsten Stau des Jahres verzeichnete jedoch die A3 im April mit 28 Kilometern Stillstand. Insgesamt summieren sich die Staus 2025 auf 280.000 Kilometer - eine Autoschlange, die sieben mal um die Erde reichen würde. ADAC-Sprecher Thomas Müther sieht die Ursachen in jahrzehntelanger Vernachlässigung der Verkehrsinfrastruktur: Marode Brücken, beschädigte Fahrbahnen und zahlreiche Engpässe führten zu einem massiven Sanierungsstau. Die vielen Baustellen seien zwar alternativlos, sorgten in ihrer Häufung jedoch für erheblichen Frust bei Pendlern. Der ADAC fordert daher eine verlässliche Finanzierung für Brücken- und Straßensanierungen. Für Berufspendler bedeutet das vorerst weiterhin: Geduld und starke Nerven einpacken, wenn es wieder heißt - rollen, bremsen, warten.


































