Nach Wahl:

Wie geht es weiter in NRW?

27. September 2021 - 18:30 Uhr

Nach der Wahl ist vor der Wahl. Einige NRW-Politiker nehmen bereits die Landtagswahl im kommenden Jahr in den Blick.

Rund drei von vier Nordrhein-Westfalen haben gestern bei der Bundestagswahl ihre Kreuze gemacht. Damit war die Wahlbeteiligung minimal höher als vor vier Jahren. Den größten Zuwachs an Zweistimmen in NRW haben die Grünen verzeichnet. Sie holen ihr bisher bestes Landesergebnis bei einer Bundestagswahl. Für NRW-Grünen-Chefin Mona Neubaur ist das eine "solide Grundlage" für die Landtagswahl in acht Monaten. Ihr Ziel: NRW zukünftig mitgestalten. Vielleicht passiert das zusammen mit der SPD. Sie bekommt die meisten Zweitstimmen im Land. NRW-SPD-Chef Kutschaty wirbt jetzt schon für ein "Ampel"-Bündnis aus SPD, FDP und Grüne auf Landesebene.

CDU hat das Nachsehen

Die Christdemokraten verlieren die meisten NRW-Wähler. Die CDU liegt mit 26,0 Prozent nur auf Platz zwei – hinter der SPD. Das schlechte Ergebnis ist nur eine Baustelle der Partei. Sie muss die Nachfolge von Ministerpräsident und Landesparteichef Armin Laschet klären. Als Favorit auf das Amt des Übergangsministerpräsidenten gilt seit langem Verkehrsminister Hendrik Wüst, der über das dafür nötige Landtagsmandat verfügt. Wenn es um den Parteivorsitz geht, sind aber auch Innenminister Herbert Reul und Bauministerin Ina Scharrenbach im Gespräch.