2019 M03 15 - 20:13 Uhr

Rebeccas Familie wurde scharf kritisiert

Die 15-jährige Rebecca Reusch aus Berlin bleibt vermisst. Die Polizei ermittelte bislang vor allem in eine Richtung: Hauptverdächtig ist Rebeccas Schwager Florian R., der in U-Haft sitzt. Nach RTL-Informationen hat seine Anwältin jedoch Haftbeschwerde eingelegt. Rebeccas Familie ist nach wie vor von seiner Unschuld überzeugt. Wegen eines Interviews mit der Zeitschrift "Bunte" war die Familie zwischenzeitlich in die Kritik geraten, der Polizei etwas verschwiegen zu haben. Im Gespräch mit einem RTL-Reporter am Freitag (15. März) wies Rebeccas Mutter die Vorwürfe jetzt jedoch zurück.

„Die Polizei weiß seit Tag eins davon"

"Die Polizei weiß es von Anfang an, wir haben alles gesagt", so Brigitte Reusch. Sie hatte in einem Interview mit der "Bunte" Andeutungen auf eine weitere mögliche Spur gemacht: Das Mädchen könnte einen Freund im Internet gehabt haben. Auch Rebeccas Schwester Vivien hatte das bestätigt und auf Instagram geschrieben: "Es gab da eine Internetbekanntschaft. Die Polizei weiß seit Tag eins davon." Mittlerweile soll die Internetbekanntschaft ihr Instagram-Konto allerdings gelöscht haben. Was Brigitte Reusch in einem früheren Interview über einen möglichen Freund gesagt hatte, zeigt das Video.

Polizei will von Details zu Internetbekanntschaft überrascht worden sein

Die Polizei wollte sich am Donnerstag auf Nachfrage von RTL nicht zu der Internetbekanntschaft äußern. Laut "Berliner Morgenpost" seien die Ermittler allerdings von den neuen Details überrascht worden. Bislang sei davon keine Rede gewesen, heißt es. Dass die Mutter neue Details in Exklusivinterviews bekannt gebe, bezeichnen mit dem Fall betraute Personen laut der Zeitung als "kurios". Laut Focus Online seien die Ermittler aber später wieder zurückgerudert und sprächen von einem "Missverständnis".

Familie muss Anfeindungen über sich ergehen lassen

Rebeccas Familie ist durch die Ermittlungen und auch die Verhaftung des Schwagers nervlich sehr angeschlagen. Doch damit nicht genug: Brigitte Reusch wurde auf dem Weg zum Einkaufen angepöbelt. Das erzählte sie am Freitag (15. März) im Gespräch mit einem RTL-Reporter. Eine Frau habe neben ihr angehalten und gesagt, die Familie möge ihre Tochter doch selbst suchen und nicht Steuergeld damit verschwenden. "Das hat mich sehr getroffen. Ich hätte nie geglaubt, dass Menschen so auf mich losgehen könnten", so Rebeccas Mutter. Unbekannte terrorisieren die Familie außerdem mit Anrufen und werfen den Eltern vor, selbst die Mörder zu sein, wie Bernd Reusch Ende letzter Woche ebenfalls in einem Gespräch mit einem RTL-Reporter berichtet hatte.

Vor der Kamera wollen sich Rebeccas Eltern aufgrund der emotionalen Ausnahmesituation derzeit nicht äußern. RTL steht aber in direktem Kontakt zu der Familie.

Polizei durchsuchte mehrere Tage lang ein Waldstück

Die Beamten hatten bis zuletzt in einem Waldstück in Brandenburg nach Spuren von Rebecca gesucht, jedoch nichts gefunden. Dabei gingen sie wohl einem konkreten Hinweis auf das Auto von Florian R. nach, einem himbeerroten Twingo. Wie die Polizei bei ihrer Suche vorgegangen ist, zeigt das Video unten.