2019 M03 15 - 10:21 Uhr

Die Polizei ermittle einseitig

Im Vermisstenfall Rebecca macht ihr Vater Bernd Reusch der Berliner Polizei schwere Vorwürfe. Die Beamten würden einseitig ermitteln, für ihn sei sein Schwiegersohn, der seit knapp zwei Wochen in Untersuchungshaft sitzt, unschuldig, sagt er in der "Berliner Morgenpost". Außerdem nennt er neue interessante Details.

Zoff zwischen Familie und Polizei

Das ist der Stand im Fall Rebecca: Die Schülerin wird seit dem 18. Februar vermisst. Bisher haben die Ermittler 1.400 Hinweise erhalten und ein Waldstück bei Storkow in Brandenburg erfolglos abgesucht. Sie gehen von einem Tötungsdelikt aus. Hauptverdächtig ist ihr Schwager Florian R. Der 27-Jährige sitzt in Untersuchungshaft und schweigt zu den Vorwürfen, könnte aber bald freigelassen werden. Seine Anwältin hat am Mittwoch Haftbeschwerde eingereicht.

Dass die Polizei Rebeccas Schwager verdächtigt, kann ihre Familie nicht verstehen. "Er ist unschuldig", sagt ihr Vater Bernd und kritisiert die Polizei in der "Berliner Morgenpost" für ihre einseitigen Ermittlungen.

Profil der Internetbekanntschaft gelöscht

Es geht um eine neue Theorie, die Rebeccas Mutter Brigitte am Mittwoch ins Rollen gebracht hatte. Demnach soll sich die 15-Jährige am Tag ihres Verschwindens mit einer Internetbekanntschaft treffen wollen. "Meine Frau hat Rebecca noch gesagt, dass sie dabei sein möchte", sagte Bernd Reusch der Zeitung. Der Unbekannte soll Max oder Maximilian heißen. Sie soll ihn über Instagram kennengelernt haben. Das Profil des Unbekannten sei aber seit dem 20. Februar gelöscht, so Bernd.

"Das haben wir auch von Anfang an der Polizei mitgeteilt", sagte Bernd Reusch. Warum die Ermittler trotzdem seinen Schwiegersohn für dringend tatverdächtig halten, könne er nicht nachvollziehen. Am Donnerstag bestätigte auch ihre Schwester Vivien einen möglichen Online-Flirt des Teenagers. Brigitte hatte auch schon vor drei Wochen gegenüber RTL etwas in die Richtung angedeutet, was die 52-Jährige damals sagte, zeigen wir jetzt im Video.

Polizei sei von neuen Details überrascht

Die Polizei wollte sich auf Nachfrage von RTL nicht zu der Internetbekanntschaft äußern. Laut "Berliner Morgenpost" seien die Ermittler allerdings von den neuen Details überrascht worden. "Es ist nicht hilfreich, wenn Einzelheiten über Exklusivberichte an die Öffentlichkeit gegeben werden", heißt es aus Polizeikreisen. Eine mit dem Fall vertraute Person soll gesagt haben: "Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass erfahrene Mordermittler Hinweise, die dabei helfen würden, ein 15-jähriges Mädchen wiederzufinden, nicht beachten würden."