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Nach Corona-Impfstoff: Biontech erforscht nun Impf-Coup gegen diese Volkskrankheit

Pharmaunternehmen bauen auf mRNA

Nach Corona-Impfstoff - Biontech forscht an nächstem Impf-Coup gegen Volkskrankheit

Ärztin untersucht Mann mit Gürtelrose auf dem Rücken
Bei Verdacht auf Gürtelrose sollte man schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen.
thodonal88/Shutterstock.com, SpotOn

Gibt's bald die neue Impfung gegen Gürtelrose?

Ein Kribbeln, stechen, brennen auf der Haut, Fieber – all das kann auf eine Gürtelrose hindeuten . Jährlich erkranken in Deutschland rund 300.000 Menschen an Gürtelrose. Die Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer, die durch ihren Corona-Impfstoff inzwischen wohl jeder kennt, forschen aktuell an einem mRNA-Impfstoff gegen Gürtelrose .

Biontech setzt weiter auf mRNA-Verfahren

Es gibt eine Standardimpfung gegen Gürtelrose mit einem inaktivierten Impfstoff in zwei Dosen. Der neue Gürtelrosen-Impfstoff soll auf dem mRNA-Verfahren von Biontech basieren, auf das das Pharmaunternehmen bereits in der Corona-Pandemie setzte. Hinzu kommt nach Unternehmensangaben eine von Pfizer entwickelte Antigen-Technologie. Schon in der zweiten Jahreshälfte sollen die klinischen Studien beginnen.

Das Geschäft mit dem Impfstoff

Wo Forschung geleistet wird, braucht es Geld und im Falle von erfolgreicher Entwicklung regnet es dann auch Geld für die forschenden Unternehmen. Dass die Branche von Krankheiten, oder besser gesagt, den Lösungen gegen Krankheiten lebt, ist kein Geheimnis. Beim Gürtelrosen-Impfstoff werden sich Biontech und Pfizer die Entwicklungskosten ebenso teilen wie die Bruttogewinne aus künftigen Produktverkäufen.

Dass es Krankheiten braucht, damit sich Pharmaunternehmen die Taschen füllen können, ist auch eine weit verbreitete Einstellung von Impfgegnern und Systemkritikern. In diesem Fall könnte ihnen in die Karten spielen, dass es im Mai 2021 Meldungen gab, die Corona-Impfung würde Gürtelrose auslösen – spitz gesagt also jetzt die Impfung gegen eine Nebenwirkung? Dieses Argument kann aber schneller entkräftet werden als es ausgesprochen werden kann – denn der Anteil der gegen Corona geimpften Menschen, die anschließend an Gürtelrose erkrankten, ist so gering, dass sich das alleine für ein Pharmaunternehmen wohl nicht rechnen würde. Eine Volkskrankheit zu besiegen, die es immer schon gab, hingegen schon. (dpa/mol)