"Major" beißt erneut zu

Diskussionen bei Twitter: User fordern Einschläferung von Joe Bidens Schäferhund nach erneuter Bissattacke

Washington, die Hunde von US-Präsident Biden müssen das Weiße Haus verlassen - Archivbilder STYLELOCATIONU.S President J
Washington, die Hunde von US-Präsident Biden müssen das Weiße Haus verlassen - Archivbilder STYLELOCATIONU.S President J
© imago images/ZUMA Wire, Adam Schultz/White House via www.imago-images.de, www.imago-images.de

01. April 2021 - 12:08 Uhr

Twitter-User empört über Schäferhund "Major"

Erst vor kurzem war einer der beiden Hunde von US-Präsident Joe Biden in eine Beißattacke verwickelt. Das Tier musste kurzzeitig das Weiße Haus verlassen. Jetzt hat er erneut zugebissen – und auf Twitter überschlagen sich die Kommentare.

Trotz Benimmtraining: "Major" verletzt Angestellte im Weißen Haus

Anfang März hatte einer der beiden Schäferhunde von US-Präsident Joe Biden einen Menschen im Weißen Haus verletzt, laut CNN einen Mitarbeiter des Secret Service. Daraufhin hatten "Major" und der zweite Hund "Champ" einige Tage im Haus der Biden-Familie im Bundesstaat Delaware verbracht. Das Weiße Haus hatte jedoch betont, ihr Aufenthalt dort sei bereits vorab geplant gewesen, weil der Präsident und die First Lady auf Reisen unterwegs waren.

Vor einer Woche dann durften die Tiere wieder zurück ins Weiße Haus. "Major" habe inzwischen "zusätzliches Training" bekommen, wie ein Sprecher der First Lady Jill Biden erklärt. Auch der US-Präsident hatte in einem Interview mit dem Sender ABC bereits angekündigt, dass ein Hundetrainer mit "Major" arbeite, nachdem es im Weißen Haus einen Zwischenfall gegeben hatte. Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, bezeichnete die Verletzung damals als "geringfügig" und führte Majors Verhalten darauf zurück, dass er sich "an seine Umgebung und an neue Leute gewöhnt" habe.

"Major" schnappt im Weißen Haus erneut zu - diesmal trifft es den Gärtner

Doch jetzt kam es offenbar bei einem Spaziergang auf dem Südrasen des Weißen Hauses erneut zu einem Zwischenfall. Laut CNN soll der dreijährige Schäferhund, der 2018 von Joe Biden und seiner Frau adoptiert wurde, am Montag nach einem Mitarbeiter geschnappt haben, der für die Gartenanlage des Weißen Hauses zuständig ist. Der Mann hätte seinen Dienst kurz für eine medizinische Begutachtung unterbrechen müssen, heißt es weiter.

Der Pressesprecher der First Lady, Michael LaRosa, bestätigte den Vorfall gegenüber CNN: "Ja, Major hat bei einem Spaziergang nach jemandem geschnappt." Die Person hätte sich allerdings nur aus reiner Vorsicht in die medizinische Abteilung des Weißen Hauses begeben und sei dann ohne Verletzungen zurückgekehrt."

Der Vorfall wird auf Twitter heiß disktutiert

Auf Twitter wird der Vorfall indes viel diskutiert. Einige zeigen Verständnis für "Major". "Er ist ein alter, aber guter Junge, der überfordert ist, weil er nicht zu Hause ist und umgeben von unbekannten Menschen", schreibt ein User. Ein anderer meint: "Ich mag Major Biden, der Zähne hat und beißt, nur um Kumpel Joe Biden zu schützen."

Andere glauben jedoch, man sollte den Hund besser aus dem Weißen Haus entfernen: "Wenn mein Hund zwei verschiedene Menschen beißen würde, würde die Tierschutzbehörde sie als gewalttätige Bedrohung abholen", schreibt eine.

Viele User äußern klare Meinung und empfehlen sogar Einschläferung von "Major"

Nicht wenige sind sogar der Meinung, "Major" müsse nach den Beißattacken eingeschläfert werden. "Wenn mein Hund so viele Menschen beißen würde wie Major Biden, wäre ich gezwungen, ihn einzuschläfern". Oder an den Twitter-Account von Präsidentengattin Jill Biden gerichtet: "Sie wissen, dass ein Hund, der zweimal beißt, eingeschläfert werden muss, oder? Warum stehen Sie über dem Gesetz?".

Andere nutzen den Vorfall auch, um die Fähigkeiten von Joe Biden als US-Präsident zu hinterfragen: "Ich habe vielleicht meine Kinder oder meine Hunde nicht unter Kontrolle, aber das Land ist in sicheren Händen".

Und wiederum andere machen sich lustig, in dem sie beispielsweise Bilder verbreiten, auf denen "Major" in Anlehnung an das berühmte Interview mit Prinz Harry und Ehefrau Meghan der Talkshow-Moderatorin Oprah Winfrey gegenübersitzt mit Kommentaren wie: "Ich möchte Major Bidens Seite der Geschichte hören" oder "Wir müssen Majors Seite der Geschichte hören".

Bidens Hunde machten "Wahlwerbung" bei Instagram

Wie es nach der Attacke jetzt für die Hunde des Präsidenten weitergeht, ist unklar. Im Präsidentschaftswahlkampf hatte der Demokrat sie zum Thema gemacht. "Bringen wir die Hunde zurück ins Weiße Haus", schrieb Biden damals in einem Tweet. Auch auf Jill Bidens Instagram-Account machten "Champ" und "Major" immer wieder Wahlwerbung für ihr Herrchen. Bidens Vorgänger Donald Trump war der erste US-Präsident in der jüngeren Geschichte, dessen Familie keinen Hund hatte.

Quellen: CNN, Twitter

Hinweis: Dieser Artikel von Jessica Kröll erschien zuerst an dieser Stelle bei stern.de.