Mutter vermutete Vergewaltigung:

Vaginalverletzung ihrer fünfjährigen Tochter entpuppt sich als Krebs

Emma litt unter einen seltenen Form des Nierenkrebs.
Emma litt unter einen seltenen Form des Nierenkrebs.
© Jam Press

29. Juli 2021 - 10:42 Uhr

Mama Lauren fand immer wieder Blutgerinnsel in der Toilette vor

Im Juni 2018 fand Lauren Ouzts Lee (32) aus South Carolina (USA) immer wieder Blutgerinnsel in der Toilette vor. Nachdem sie die anderen Familienmitglieder fragte und niemand dafür verantwortlich war, war klar: Das Blut musste von ihrer fünfjährigen Tochter Emma stammen. Lauren und ihr Mann Andrew malten sich das Schlimmste aus, gingen sogar von einer möglichen Vergewaltigung aus. Nach diversen Untersuchungen und Fehldiagnosen erhielt die Familie dann die schreckliche Diagnose Wilms-Tumor, einer seltenen Form von Nierenkrebs.

In der Notaufnahme wurde zunächst eine Harnwegsinfektion diagnostiziert

"Wir mussten ihr alle möglichen Fragen stellen. Wir fragten sie, ob jemand sie dort unten berührt hatte, und sie verneinte. Wir haben sie gefragt, ob sie gefallen ist, sich gestoßen hat oder ihr Bauch wehtut, und sie verneinte", so die besorgte Mutter über die emotionale Zeit im Juni 2018 gegenüber Jam Press. Bei einem anschließenden Besuch in der Notaufnahme wurde eine schlimme Harnwegsinfektion diagnostiziert. Die verschriebenen Antibiotika schienen Wirkung zu zeigen, die fünfjährige Emma hörte auf zu bluten. Als sie einige Tage später kalt und blass wurde und vor Schmerzen schrie, entschieden ihre Eltern sich dazu, einen neuen Arzt aufzusuchen.

Emma Ouzts Lee
Emmas Familie war während ihrer Krankheit immer an ihrer Seite.
© Jam Press

Seltene Krebsform tritt am häufigsten bei drei- bis vierjährigen Kindern auf

Ein Ultraschall deutete darauf hin, dass sich etwas in Emmas Niere befand – zunächst gingen die Experten davon aus, dass es sich dabei auch um einen Nierenstein handeln könnte. Doch am Tag nach dem Arztbesuch erhielt die Familie das Ergebnis: "Der Chirurg sagte, dass ihre ganze Niere so schnell wie möglich entfernt werden müsse", so Mama Lauren. Bei ihrer Tochter wurde ein sogenannter Wilms-Tumor entdeckt, eine seltene Krebsform an der Niere, die am häufigsten bei drei- bis vierjährigen Kindern auftritt.

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Emma unterzog sich einer vierstündigen Operation und sechs Monaten Chemotherapie

Emma wurden in einer vierstündigen Operation Niere, Nierenvene und einige Lymphknoten aus dem entzündeten Bereich entfernt. Daraufhin musste sie sich ein halbes Jahr lang zwei Arten von Chemotherapien unterziehen. Ihr gesamter Körper färbte sich dadurch rot, sie bekam immer wieder Fieber, entwickelte eine allergische Reaktion gegen eines der Antibiotika, die sie einnehmen musste und verlor ihre Haare.

"Sie ist unser mutiger, aufgeschlossener, sozialer Schmetterling"

Im Dezember 2018 hatte sie es dann endlich geschafft und durfte die Chemotherapie beenden. Weitere sechs Monate später wurde Emma der Katheter entfernt, über den sie ihre Medikamente bekam. Seitdem kann die Kleine endlich ihre Kindheit genießen und – wenn auch mit Vorsicht – spielen und herumtollen. "Sie ist unser mutiger, aufgeschlossener, sozialer Schmetterling und ein Rotschopf – sie ist ein Feuerball und ein Schatz zugleich. Wir beten, dass ihre Scans weiterhin klar sind und dass unser lebhaftes, liebenswertes Mädchen aufwachsen und das werden kann, was auch immer sie sein möchte", so Lauren. (jos)

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