Jugendliche wurden Opfer des 34-Jährigen

Mutter des Todes-Rasers Victor B.: "Werde meinen Sohn nicht verstoßen"

19. November 2019 - 10:03 Uhr

Todes-Raser in München: 14-Jähriger starb, weil Victor B. vor der Polizei floh

Victor B. sitzt wegen Mordes und dreifachem versuchten Mord in Untersuchungshaft. Der 34-Jährige verletzte eine 16-Jährige und tötete einen 14-Jährigen, als er in seinem BMW als Geisterfahrer vor der Polizei floh. Zwei weitere Menschen verletzten sich, als sie mit ihrem Auto dem entgegenkommenden Raser auswichen. Victor B. ist wegen Drogenhandels vorbestraft, war unter Bewährung auf freiem Fuß. Möglicherweise floh er, weil er Marihuana im Auto hatte und unter Alkoholeinfluss stand, so die Ermittler auf einer Pressekonferenz. Im Gespräch mit RTL sagt die Mutter des Geisterfahrers: "Mir tut vor allem das Opfer leid. Ich werde aber meinen Sohn nicht verstoßen." Im Video spricht ein fassungsloser Nachbar von Victor B.: "Er war immer nett und hilfsbereit."

Todes-Raser in München: Bilder vom Unfallort im Video

Mutter von Victor B.: "Wir haben immer alles für ihn getan"

Die Mutter des 34-jährigen Vorbestraften sagt, sie habe gewusst, dass ihr Sohn Kontakt mit Drogen gehabt habe. Im Mai 2016 wurde er wegen Drogenhandels zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Diese läuft noch, weil sie bereits einmal wegen Drogenkonsums verlängert wurde. Ob er jetzt wieder Drogen genommen hätte, dazu konnte seine Mutter nichts sagen. Die Staatsanwaltschaft teilte am Montag mit, das Ergebnis einer toxikologischen Untersuchung seiner Blutwerte stehe noch aus.

Der Raser war in einer Psychiatrie, derzeit ist er in Untersuchungshaft. Der kurzzeitige psychiatrie-Aufenthalt sei zu seinem eigenen Schutz gewesen, sagte Staatsanwältin Anne Leiding. Die Mutter des Festgenommenen sorgt sich um ihn: "Ich habe Angst, dass er sich was antut, denn er ist sehr labil."