Der Mann war als Paketbote verkleidet

Rostock: Messer-Angreifer metzelt zwei Menschen nieder - Großfahndung!

17. Januar 2022 - 16:55 Uhr

von Stefan Tretropp, Julia Müller und Roger Saha

Die Polizei in Rostock jagt mindestens einen hochgefährlichen Messer-Angreifer. Der Unbekannte hat am Sonntag zwei Menschen auf brutalste Weise angegriffen. Nach RTL-Informationen war der Mann als Paketbote verkleidet. Der Angreifer soll einer etwa 65 Jahre alten Frau eine schwere Verletzung am Hals zugefügt und ihr die Zähne ausgeschlagen haben – etwa eine halbe Stunde später findet die Polizei wenige Straßen weiter einen ebenfalls am Hals schwer verletzten Mann. Der Täter ist auch am Montag weiter auf der Flucht, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Ob eine Gefahr für die Bevölkerung ausgeht, ist unklar.

Polizisten haben das Paket, das der Angreifer dabei hatte, in eine Plastikhülle getan und nach draußen gebracht. Ein Polizeihund soll die Witterung aufnehmen.
Polizisten haben das Paket, das der Angreifer dabei hatte, in eine Plastikhülle getan und nach draußen gebracht. Ein Polizeihund soll die Witterung aufnehmen.
© Nonstop News, Stefan Tretropp

Rostock-Evershagen: Zweiter Angriff nur wenige Minuten später

Messerattacke in Rostock
Brutaler Messerangriff in Rostock. Ein Rettungswagen bringt eine schwer verletzte Frau ins Krankenhaus. Ein als Paketbote verkleideter Mann hatte sie angegriffen. Kurze Zeit später wird die Polizei zu einem ähnlichen Angriff gerufen - nur wenige Straßen weiter.
© NostopNews, NonstopNews

Gegen 14:30 Uhr rasen Polizisten, ein Rettungswagen und ein Notarzt zu einem Einfamilienhaus in den Stadtteil Evershagen. Im Haus liegt eine schwer verletzte Frau. Sie soll den Helfern noch gesagt haben, dass sie gerade am Briefkasten war. Dann habe sie ein Mann in Paketboten-Uniform mit einem Messer angegriffen. Die Frau kommt sofort ins Krankenhaus. In der Wohnung finden die Beamten Blut – sowie ein Paket und ein Messer. Das Päckchen hatte der Täter vermutlich zu seiner Tarnung als Paketbote dabei. Der Mann soll 35 bis 40 Jahre alt sein, osteuropäisches Aussehen haben und gebrochen deutsch sprechen. Während die Kriminalpolizei Spuren sichert, bricht auf einmal Hektik aus. Zivilbeamte springen in ihr Auto und rasen mit Blaulicht davon. Schnell wird klar warum. Nur wenige Straßen weiter hat sich offenbar ein ähnliches Verbrechen abgespielt.

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Blut im Hausflur - der brutale Angreifer zückte ein Messer und verletzte die Frau schwer am Hals. Sie wollte gerade etwas aus dem Briefkasten holen, als der Täter zuschlug. Der Unbekannte soll als Paketbote verkleidet gewesen sein.
Blut im Hausflur - der brutale Angreifer zückte ein Messer und verletzte die Frau schwer am Hals. Sie wollte gerade etwas aus dem Briefkasten holen, als der Täter zuschlug. Der Unbekannte soll als Paketbote verkleidet gewesen sein.
© Nonstop News, Stefan Tretropp

Polizei fahndet nach dem brutalen Messer-Angreifer

Notfallsanitäter bringen das zweite Opfer in den Rettungswagen. Der Mann (nicht zu sehen) war offenbar kurz nach der Frau angegriffen worden. Die Polizei prüft, ob es ein und derselbe Täter war.
Notfallsanitäter bringen das zweite Opfer in den Rettungswagen. Der Mann (nicht zu sehen) war offenbar kurz nach der Frau angegriffen worden. Die Polizei prüft, ob es ein und derselbe Täter war.
© Nonstop News, Stefan Tretropp

Der zweite Tatort liegt ebenfalls im Rostocker Stadtteil Evershagen – dieses Mal jedoch in einem Mehrfamilienhaus. Ein älterer Mann wird von Polizisten versorgt, bis der Rettungsdienst eintrifft. Auch der Mann hat Verletzungen am Hals.

Sofort leitet die Polizei eine Großfahndung ein, auch ein Hubschrauber sucht nach dem Angreifer oder den Angreifern. Denn ob ein und derselbe Täter für beide Attacken verantwortlich ist, ist Sonntagabend noch unklar.

Ein Polizeisprecher sagte Sonntagabend zu RTL, die Ermittlungsarbeiten liefen noch, Zeugenaussagen würden ausgewertet. Erst vor wenigen Tagen schockt die Rostocker ein anderer Angriff. Ein Unbekannter auf dem Fahrrad übergießt Frauen an Bushaltestellen mit einer Flüssigkeit und flieht. Und jetzt die Messerattacke! Rostock geht in eine unruhige Nacht. Denn alle Täter laufen noch frei herum.