Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine

Lidl und Kaufland werfen russische Produkte aus den Regalen - was es nicht mehr zu kaufen gibt

ARCHIV - 18.09.2019, Berlin: Eine Kundin nimmt in einem Supermarkt Waren vom Band an der Kasse, nachdem eine Kassiererin die Waren gescannt hat. Deutsche Verbraucher und Unternehmen müssen sich nach Einschätzung des Ifo-Instituts auf weitere Preiserh
Einige Produkte wird es künftig in deutschen Supermärkten nicht mehr geben.
jka wst, dpa, Jens Kalaene

Der Krieg in der Ukraine hat weitreichende Auswirkungen auf unsere Supermärkte. Viele Produkte werden teurer, andere durch unterbrochene Lieferketten gar nicht mehr geliefert. Hinzu kommt, dass immer mehr Supermärkte und Discounter russische Produkte aus dem Sortiment nehmen. Wir erklären, was Sie wo nicht mehr kaufen können.

Ab wann werden die Produkte aus den Sortimenten genommen?

Lidl und Kaufland lassen den Verkauf russischer Produkte vorerst auslaufen. Es seien insgesamt nur wenige Produkte, die in Russland produziert werden, in den deutschen Filialen erhältlich, teilte die Schwarz-Gruppe in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. „Diese werden aktuell nicht nachbestellt. Bereits im Verkauf befindliche Ware wird nicht vernichtet und die restlichen Bestände werden bis auf weiteres abverkauft.“

Ein Sprecher der Schwarz-Gruppe erklärte weiter, man biete ein breites nationales und internationales Sortiment an, das man ständig weiterentwickele, um den Erwartungen der gerecht zu werden. „Wir sind weder in der Ukraine noch in Russland mit eigenen Standorten vertreten.“

Diese Produkte werden hier nicht mehr verkauft

Wie Focus Online berichtet, sollen unter anderem diese Produkte nicht mehr in deutschen Supermarkt-Regalen zu finden sein:

  • Spirituosen (z.B. Wodka)
  • Haferflocken (von „Hercules“ oder „Tradizionel“)
  • Lebensmittel und Fertiggerichte (u.a. Pelmeni-Teigtaschen)
  • Süßwaren (u.a. Schokolade)
  • Gezuckerte Kondensmilch unterschiedlicher Hersteller
  • bestimmte Hygieneartikel (z.B. Zahnpasta)
  • Sonnenblumenkerne (von „Babkiny“ oder „Martin“)
  • Teesorten von „Richard Royal Tea“
Ob ein Produkt in Russland hergestellt wurde, erkennen Sie an den drei ersten Ziffern der EAN-Nummer auf der Verpackung. Beginnt die Nummer aufsteigend mit 460-469 stammt das Produkt aus Russland.
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Diese Supermarkt-Ketten ziehen mit:

Ähnliche Schritte hatten zuvor auch andere Lebensmittelhändler ergriffen:

  • Rewe etwa hatte bereits am 1. März angekündigt, in Russland produzierte Artikel in allen Rewe- und Penny-Märkten auszulisten.
  • Auch die vor allem in Norden und Osten Deutschlands vertretene Discountkette Netto hatte einen Boykott russischer Waren angekündigt.
  • Aldi Süd und Aldi Nord hatten Schnaps aus Russland aus ihren Regalen genommen - andere Artikel aus Russland hatten die Discounter ohnehin nicht im Angebot.
  • Edeka hat nach eigener Aussage bereits seit längerer Zeit keine aktiven, zentralen Geschäftsbeziehungen mit Russland mehr.
Aber auch unabhängig der bewussten Entscheidungen, könnten einige Produkte in naher Zukunft knapp werden. (dpa/lra)