Emotionales Essay von „Law & Order“-Star „Es ging um Dominanz und Kontrolle“: Mariska Hargitay spricht erstmals über Vergewaltigung

Lieutenant Olivia Benson (Mariska Hargitay)
Spielt seit 1999 bei „Law & Order: Special Victims Unit“ mit: Mariska Hargitay
MG RTL D / NBC Studios, Michael Parmelee/NBC, Alpha-Tier

„Ein Mann vergewaltigte mich in meinen Dreißigern.“
Mit diesen Worten beginnt Mariska Hargitay (59) ihr bewegendes Essay über ein traumatisches Erlebnis in ihrer Vergangenheit. Seit fast 25 Jahren spielt sie in der erfolgreichen US-Serie „Law & Order: Special Victims Unit“ mit, in der sie als Detective Olivia Benson Sexualverbrechen aufklärt. Wie die Schauspielerin nun gesteht, wurde sie selbst schon Opfer sexueller Gewalt.
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Mariska Hargitay verfiel in eine Schockstarre

„Es war überhaupt nicht sexuell. Es ging um Dominanz und Kontrolle. Überwältigende Kontrolle“, schreibt sie nun in einem Essay für das People-Magazin. „Er war ein Freund. Dann war er es nicht.“ Sie habe mit allen Mitteln versucht, sich aus der Situation zu befreien – ohne Erfolg: „Ich versuchte, Witze zu machen, charmant zu sein, eine Grenze zu ziehen, zu argumentieren, nein zu sagen.“

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Er habe ihre Arme gepackt und sie auf den Boden gedrückt. Mariska verfiel in eine Schockstarre – eine häufige Reaktion des Körpers bei traumatischen Erlebnissen ohne Ausweg. „Ich habe meinen Körper verlassen“, sagt sie.

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Überlebende sexueller Übergriffe sollten gefeiert und nicht beschämt werden

Mit ihrer Geschichte gehe Mariska nun an die Öffentlichkeit, in der Hoffnung, dass Menschen darüber auf die gleiche Weise sprechen können, wie sie über Krebs sprechen. „Wenn du jemandem sagst, dass du den Krebs überlebt hast, wirst du gefeiert“, schreibt sie. „Ich möchte die gleiche Reaktion für Überlebende sexueller Übergriffe. Ich möchte keine Schande beim Opfer haben. Die Schande über die Tat liegt beim Täter: Er ist es, der die abscheuliche, beschämende Tat begangen hat.“

Erst im Rückblick sei sie in der Lage gewesen, klar zu sehen, was ihr angetan wurde. „Trauma zerstückelt unseren Verstand und unsere Erinnerung“, sagt sie. „So wie ein Spiegel, der zerspringt.“ Heute sei sie dankbar dafür, wo sie jetzt ist. „Ich fühle mich wie ein neuer Mensch und bin voll von Mitgefühl für alle, die gelitten haben.“ (mja)