Hubertus Heil im RTL-Frühstart

Kurzarbeit ist „stabilste Brücke über ein tiefes Tal“

Arbeitsminister Hubertus Heil
Arbeitsminister Hubertus Heil
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15. September 2021 - 11:31 Uhr

Kurzarbeitergeld wird bis Ende des Jahres verlängert

Es gehört zu den effektivsten Instrumenten, aber auch zu den teuersten: Das Bundeskabinett hat beschlossen, den erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld bis zum Ende des Jahres fortzusetzen, um die Folgen der Corona-Pandemie abzufedern.

"Kurzarbeit hat in der Krise geholfen", sagt Hubertus Heil, Minister für Arbeit und Soziales, im RTL/NTV-Frühstart. "Über zwei Millionen Arbeitsplätze wurden gesichert, es ist die stabilste Brücke über ein tiefes wirtschaftliches Tal."

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Hubertus Heil (SPD): "Man darf nicht am falschen Ende sparen"

Diese Brücke lässt sich der Staat etwas kosten. 26 Milliarden Euro hatte das Arbeitsministerium dafür zurückgelegt, bislang sind 40 Milliarden fällig geworden. Das Finanzministerium von Olaf Scholz, so Heil nicht ohne Genugtuung, habe den Rest zugeschossen. "Man darf nicht am falschen Ende sparen", sagt Heil im Interview. "Die Alternative, die Rückkehr zur Massenarbeitslosigkeit zu finanzieren, wäre für Staat und Gesellschaft viel, viel teurer gewesen." In der Krise dürfe man nicht sparen. "Sie müssen Brücken bauen, das ist sozialdemokratische Arbeits- und Wirtschaftspolitik."

Zahl der Kurzarbeiter zurückgegangen

Die Zahl der Kurzarbeiter sei spürbar zurückgegangen, von etwa sechs Millionen auf rund 600.000. "Aber wir haben einzelne Branchen, die hart getroffen sind, denken sie an das Veranstaltungsgewerbe." Die Corona-Pandemie sei leider noch nicht überwunden. (cwi)

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