Zuckersüße Portraits

Ist das Kunst oder isst man's auf? Diese Bilder bestehen aus Gummibärchen

28. Januar 2022 - 17:51 Uhr

von Mareike Baumert und Shari Jung

Die Werke von Johannes Cordes sehen zum Anbeißen aus. Dabei sind sie gar nicht zum Aufessen gedacht. In seinem Atelier in Meppen verarbeitet er tausende bunte Gummibärchen. Kunst oder Lebensmittelverschwendung? Die Meinung des Künstlers dazu erfahren Sie im Video.

Portraits von großen Stars

Ob Amy Winehouse, David Bowie oder Keith Richards – von vielen großen Stars hat Johannes schon zuckersüße Portraits angefertigt. Sein Erstling war ein Bild von Marilyn Monroe, doch das existiert heute nicht mehr. "Damals war meine Technik noch nicht so weit, sodass im Laufe der Jahre das Bild immer mehr kaputt ging und es dann nicht mehr zu retten war", erzählt Cordes in seinem Atelier. Die Gummibärchen verloren nämlich ihre Farbe und wurden schwarz - nicht so lecker. Nur noch ein Poster erinnert an die süße Hom­mage.

Mehr als nur die sechs Standard-Farben

Gummibärchen-Künstler Johannes Cordes arbeitet an einem Kunstwerk
Johannes Cordes arbeitet an einem Kunstwerk. Am Ende werden darauf ca. 12.000 Gummibärchen in bis zu 110.000 Einfärbungen liegen.
© RTL Nord

Mittlerweile arbeitet Johannes Cordes seit 20 Jahren mit den kunterbunten Gelantinen-Bärchen zusammen und dabei hat er so einiges gelernt. Zu Beginn hat er die Bärchen im Supermarkt gekauft, hat die ganzen Regale leer geräumt. Corders erinnert sich an unangenehme Situationen: "Alleine schon das vor der Kasse stehen. Da hat man 200 Tüten von diesen Gummibärchen im Einkaufswagen". Mittlerweile bestellt er beim Händler direkt, die Bären farblich voneinander getrennt. Weil die Goldbären nur in sechs Farben produziert werden, bemalt er sie. "Um bestimmte Farbtöne hinzubekommen, hat ein Gummibärchen teilweise bis zu acht Farbaufträge", verrät uns der Künstler. Die eingefärbten Gummibären legt er dann auf eine pixelige Vorlage. Stück für Stück entsteht so eine Art Gummibärchen-Mosaik. Das wird dann konserviert – wie genau und für wie viel Geld er sein Werk anschließend verkauft, bleibt sein Geheimnis.

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Ein goldener Bär unter tausenden bunten

Er ist Johannes Cordes Markenzeichen: Der goldener Bär, versteckt in jedem Bild. Falls Sie sich selbst mal auf die Suche nach dem golden Bär machen wollen: Im Juni zeigt der heimatverbundene Emsländer in Stavern mehr als 100 seiner Gummibären-Werke.