Es soll auch um Bushido gehen

Staatsanwaltschaft Berlin klagt Köpfe des Abou-Chaker-Clans an

Clan-Boss Arafat Abou-Chaker.
Clan-Boss Arafat Abou-Chaker.
© imago/Olaf Wagner, Olaf Wagner, imago stock&people

04. Oktober 2019 - 10:22 Uhr

Anklage wurde am 17. September fertig gestellt

Den Köpfen des Abou-Chaker-Clans soll es bald vor Gericht erneut an den Kragen gehen. Nach Informationen des "Spiegel" soll die Staatsanwaltschaft Berlin jetzt Anklage gegen Arafat, Yasser, Nasser und Rommel erhoben haben. Es soll unter anderem um Straftaten gehen, die im Zusammenhang mit dem Rapper Bushido stehen.

In der Anklage, die am 17. September fertig gestellt worden sein soll und am 01. Oktober vom "Spiegel" öffentlich gemacht wurde, soll es bei Arafat Abou-Chaker um versuchte schwere  räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung, gefährliche Körperverletzung und Beleidigung gehen. Yasser Abou-Chaker hatte sich nach einem Streit mit seiner getrennt lebenden Frau mit den gemeinsamen Kindern nach Dänemark abgesetzt. Seine Brüder Arafat und Nasser sollen ihm geholfen haben - indem sie die Kinder entführten.

Bushido und Arafat Abou-Chaker waren früher enge Freunde und Geschäftspartner. Seit ihrer geschäftlichen Trennung gibt es privat immer wieder Stress zwischen den beiden. Unter anderem hat Bushido Arafat vorgeworfen, seine Frau und Kinder entführen zu wollen. In der neuen Anklage geht es jedoch nicht um diesen Vorwurf.

Am 15. Januar 2019 war der Clan-Chef bereits einmal verhaftet worden. Damals ging es um Körperverletzung. Die Zeugen, die eigentlich ursprünglich aussagen wollten, waren aber offenbar plötzlich eingeknickt und schwiegen, so dass Afarat Abou-Chaker wegen "fehlender Haftgründe" nach rund zwei Wochen U-Haft freikam.

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