Isolation durch Coronavirus

Kita-Abstinenz: Müssen kleine Kinder neu eingewöhnt werden?

Nach der langen Isolation wird es für manche Kinder ein schwieriger Wiedereinstieg in den KiTa-Alltag.
© dpa, Jens Wolf, jew dna fux

23. März 2020 - 17:29 Uhr

Ungewohnte Situation für Kita-Kinder

Aktuell sind Kindertagesstätten geschlossen - wie lange das noch so bleibt, ist noch unklar. Für die Kleinen wird es nach der Isolation wieder Zeit für eine neue Eingewöhnung in den alten Alltag. Kitas bereiten sich schon jetzt darauf vor. Wir erklären, was das für Eltern bedeutet.

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Kitas bereiten sich auf Wiedereingewöhnung vor

Noch ist unklar, wie lange das Kontaktverbot andauern wird und wie lange Geschäfte und öffentliche Einrichtungen, wie auch Kindertagesstellen geschlossen bleiben werden. Für viele, insbesondere kleine Kinder, kann es danach schwierig werden, sich wieder an ihren alten Alltag zu gewöhnen.

Auf diese besondere Zeit richten sich die Kitas schon jetzt ein, auch wenn einiges an der Situation nicht neu ist. "Es ist ja quasi nichts anderes als sechs Wochen Sommerferien", sagt Stefan Feldmann, Leiter einer Kindertagesstätte in NRW. "Für manche Kinder ist das schon schwierig. Das wird eine neue Eingewöhnung. Vor allem, weil sie ja jetzt auch die ganze Zeit drinnen sind und da stellen wir uns schon jetzt drauf ein."

Was bedeutet das für Eltern?

​Das würde auch eine Umstellung für die Eltern mit sich bringen. "Bei den Kindern, die tatsächlich Probleme damit haben, starten wir das Berliner Eingewöhnungsmodell. Da sind die Eltern dann den ersten Tag mit in der Kita, entfernen sich dann, kommen dann nach einer Stunde wieder. Da müssen sie auf jeden Fall den ersten Morgen hier sein", so Feldmann.

Wie die Eingewöhnung in die KiTa generell gut gelingt, erklären wir hier.

Für Eltern würde das bedeuten, dass sie nicht sofort wieder voll arbeiten gehen können. "Auch hier müssen Lösungen gefunden werden, die allen Beteiligten gerecht werden und das Wohl der Kinder an erste Stelle stellt", erklärt eine Sprecherin des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gegenüber RTL. "Es wird wohl hier darauf ankommen, individuelle Lösungen mit den Arbeitgebern zu finden, wenn Eltern zum Teil wegen der Eingewöhnung fehlen. Eine bundesgesetzliche Lösung besteht derzeit nicht und ist vorerst auch nicht geplant."