Mit Wunde gefunden

"Frankensteins Katze" sucht neues Zuhause

Kater Rob sucht ein neues Zuhause
Kater Rob sucht ein neues Zuhause
© Jam Press

03. November 2021 - 9:07 Uhr

Streuner verletzte sich an einem Halsband

Der kleine Kater Rob lebte als Streuner in Sheffield. Jetzt wurde er mit einer tiefen Schnittwunde gefunden – er soll sich in einem Halsband verheddert und dadurch geschnitten haben. Mit einem Spezialverfahren retteten Tierärzte den Kater. Jetzt sucht der Kater mit dem Kosenamen "Frankensteins Katze" ein neues Zuhause.

Spezielles Verfahren rettet Rob

Als Tierheim-Mitarbeiter den Kater fanden, sei die große Wunde entzündet gewesen. Doch: "Er war jung, fit und gesund und wir wollten versuchen, sein Bein zu retten", sagte Hayley Crookes vom RSPCA Sheffield (Tierheim). Dafür entschied man sich für ein spezielles Verfahren.

Die Tierärzte öffneten seinen Bauch und entnahmen ein Stück des Bauchfells und führten es unter der Haut entlang der Brust an die Wunde an seinem Bein. Das Verfahren führte zu einem neuen Spitznamen, der auf der Frankenstein-Geschichte von Mary Shelley, in der ein Wissenschaftler verschiedene Körperteile verwendet, um ein Monster zu erschaffen, zurückzuführen ist. Hayley sagte: "Als er vom Tierarzt zu uns zurück kam, sah er aus wie Frankensteins
Katze, er hatte eine riesige Wunde, die von seinem Kinn über die Brust bis hinter die linke Schulter ging."

Narben-Kater hat es schwer, ein neues Zuhause zu finden

Rob, der vermutlich fünf Jahre alt ist, musste nach dem Eingriff drei Wochen lang im Käfig bleiben, um sich von der Operation zu erholen. Durch Schmerzmittel und Antibiotika kostete die Behandlung umgerechnet circa 600 Euro. So viel Geld, obwohl sich die Mitarbeiter nie sicher waren, ob der Kater sich erholen würde. Aber zum Glück war er schnell auf dem Weg der Besserung. "Er ist eine ganz wunderbare Katze. Er ist liebevoll und anhänglich, er plaudert
den ganzen Tag und liebt sein Abendessen über alles", sagt ein Tierheim-Mitarbeiter.
"Er wird sein ganzes Leben lang Narben haben, aber jetzt ist alles verheilt und er ist bereit, ein liebevolles neues Zuhause zu finden." Das Tierheim befürchtet allerdings, dass er es wegen der Narben schwer haben könnte, da diese die Menschen abschrecken würden. Das Tierheim macht aber kräftig Werbung für den kleinen Kämpfer: "Wer auch immer das Glück hat, diesen Jungen zu adoptieren, wird es nicht bereuen; er ist ein so erstaunlicher Junge."

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"Sieht aus wie eine Halloween-Figur"

Laut Statistik des RSPCA sei es ohnehin schwieriger, schwarze Katzen zu vermitteln als getigerte. Bei schwarzen Katzen dauere es fast 35 Tage im Schnitt, bei getigerten nur 28.

Schwarze Katzen werden oft mit Aberglauben in Verbindung gebracht. Hayley sagt: "Er sieht wirklich aus wie eine Halloween-Figur. Wir haben ernsthafte Sorge, dass potenzielle Besitzer durch sein Aussehen abgeschreckt werden könnten." (mol)