Karlsruher Klinik bestreitet Vorwurf

Wurde Mann Behandlung verweigert, weil er nicht gegen Corona geimpft war?

Die Karlsruher Klinik wehrt sich gegen den Vorwurf, einen ungeimpften Patienten nicht behandelt zu haben (Symbolbild).
Die Karlsruher Klinik wehrt sich gegen den Vorwurf, einen ungeimpften Patienten nicht behandelt zu haben (Symbolbild).
© dpa, Marijan Murat, tba

18. November 2021 - 11:03 Uhr

Karlsruhe: Patient ist inzwischen gestorben

Das Klinikum Karlsruhe wehrt sich gegen den Vorwurf, einem nicht gegen Corona geimpften und inzwischen verstorbenen Patienten eine Behandlung verweigert zu haben. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe ermittelt in dem Fall; nach Angaben eines Sprechers wurde ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Grund seien mehrere Anzeigen, darunter eine aus dem Umfeld des Mannes.

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Mann angeblich wegen Corona-Impfstatus nicht versorgt – Krankenhaus wehrt sich

Der Mann soll wegen seines Impfstatus' nicht versorgt worden sein. Welche Beschwerden er hatte, ist unklar. "Durchaus steht auch die Hypothese im Raum, dass der Patient eine Behandlung ablehnte", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Klinik hat die Vorwürfe "ausdrücklich und vollumfänglich" zurückgewiesen.

Auch Klinik erstattet Strafanzeige

Mit Blick auf das laufende Verfahren wollte sich das Krankenhaus am Dienstag zunächst nicht weiter äußern und verwies auf eine Pressemitteilung vom Vorabend. Darin heißt es: "Die Behauptungen sind nicht nur nicht im Gesamtkontext, sondern auch für sich genommen unwahr und völlig aus dem konkreten Behandlungsgeschehen gerissen." Auch die Klinik habe Strafanzeige erstattet. "Es sind entgegen jeglicher Faktenlage unwahre Tatsachen behauptet worden, die auch im mutmaßlichen wohlverstandenen Interesse des Verstorbenen als verleumderisch bezeichnet werden können."

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Video soll Patienten in Karlsruher Klinik zeigen

Im Internet kursiert seit dem Wochenende ein Video, das den zu dem Zeitpunkt noch lebenden Patienten in der Klinik auf dem Boden auf einer Matratze liegend zeigen soll. Ob das Video authentisch ist, werde geprüft, sagte ein Polizeisprecher. Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Obduktion des Mannes. Darüber müsse noch ein Richter entscheiden, sagte der Sprecher der Anklagebehörde. Ermittelt werde in alle Richtungen. (dpa/bst)