Ursachen, Symptome und Behandlung bei einer Kälteurtikaria

Juckende Quaddeln bei Kälte? Das kann eine Kälteallergie sein

Wird die Haut der Kälte ausgesetzt, setzt der Körper Histamin frei.
Wird die Haut der Kälte ausgesetzt, setzt der Körper Histamin frei.
© Valentin Casarsa, iStock

07. Januar 2021 - 14:35 Uhr

Was ist eine Kälteallergie?

Es gibt Menschen, die leiden mehr unter der Kälte als andere. Während die einen "nur" frieren, bekommen die anderen stark juckenden Ausschlag auf der Haut. Was landläufig als Kälteallergie bezeichnet wird, heißt unter Medizinern Kälteurtikaria.

Diese Symptome deuten auf eine Kälteallergie hin

Haben Sie manchmal ganz plötzlich juckende, rote Quaddeln auf der Haut? Besonders wenn es kalt ist? Und haben Sie außerdem noch eine Allergie? Wenn das so ist, kann das ein Hinweis darauf sein, dass Sie an einer Kälteallergie leiden.

Bis die Diagnose Urtikaria gestellt wird, vergeht oft viel Zeit. Da der Ausschlag keinen Halt vor sichtbaren Stellen wie Gesicht, Hals und Hände macht, ist der Leidensdruck groß. Dabei kann schon mit einem Eiswürfel ganz einfach getestet werden, ob es sich um eine Kälteurtikaria handelt. Ein Allergologe legt mehrere Eiswürfel auf den Unterarm und entfernt sie zu unterschiedlichen Zeiten. Durch typische Hautveränderungen kann der Arzt dann eine Urtikaria diagnostizieren.

So entsteht die Kälteurtikaria

Schon ein kalter Wind kann die Freisetzung von Histamin im Körper auslösen und zu einem hässlichen und juckenden Ausschlag führen. An der Stelle, an der die Haut mit der Kälte in Berührung kommt, entstehen innerhalb von Minuten Rötungen, Schwellungen und starker Juckreiz. Es fühlt sich an, als wenn man in Brennnesseln gefasst hätte. Die Schwellungen können sich mit der Zeit ausbreiten. Gefährlich ist diese Hautreaktion meistens nicht, nur äußerst unangenehm.

Wird eine große Hautfläche der Kälte ausgesetzt, wird auch eine größere Menge an Histamin freigesetzt. Das passiert zum Beispiel beim Sprung in eiskaltes Wasser. Atemnot, erhöhter Puls, Blutdruckabfall und Kreislaufschock können als Folge dann sogar zu einem Kälteschock und schließlich zum Tod führen.

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Was sind die Ursachen für eine Kälteallergie?

Die Ursache, warum es zu einer Kälteallergie kommt, ist immer noch unklar. Begleitend sind oft andere Allergien. Schübe werden häufig durch bestimmte Nahrungsmittel wie gespritztes Obst, Kaffee, Fleisch und Alkohol verschlimmert.

Die gute Nachricht ist: Die Symptome verschwinden oft genauso schnell, wie sie gekommen sind. Ansonsten ist der Weg zum Arzt unvermeidlich und medikamentöse Therapien notwendig. Antihistaminika und Antibiotika versprechen oft Besserung.

Video: Wie helfen Antihistaminika bei Allergien?

Was tun bei einer Kälteallergie? 4 Tipps, die bei Kälteurtikaria helfen können

  • Kälte vermeiden

Ein kaltes Lenkrad kann schon einen Schub auslösen. Ebenso kalte Getränke, eine Tiefkühlpizza und ein scharfer kalter Wind können eine Urtikaria hervorrufen.

  • Mütze, Schal und Handschuhe tragen

Wenn Ihr Gesicht stark betroffen ist, hilft auch eine Sturmhaube von Motorradfahrern. Je mehr Haut vor Kälte geschützt wird, desto weniger Auswirkungen kann ein Allergieschub haben.

  • Salbe nutzen

Nehmen Sie immer eine antiallergische Salbe mit. Diese kann das Schlimmste verhindern.

  • Langsam an kalte Temperaturen gewöhnen

Springen Sie nicht einfach in kalte Gewässer. Eine Kälteallergie kann in Ausnahmefällen zum Tode führen.