Dabei sah doch alles so gut aus!

Leukämie-Mutter Jenny (35): "Bereite mich auf das Sterben vor"

Jenny (35) aus Quickborn: "Manchmal ist das Schicksal ein Arschloch"
Jenny (35) aus Quickborn: "Manchmal ist das Schicksal ein Arschloch"
© DKMS

10. Juli 2021 - 16:29 Uhr

Stammzellen-Therapie hat nicht angeschlagen

Nur vier Tage nach der Geburt ihres Sohnes erhält Jenny (35) aus Quickborn die Schockdiagnose Leukämie. Ihre einzige Chance, den Krebs zu besiegen und ihren Sohn aufwachsen zu sehen: eine Stammzellenspende. Ohne die würden ihr nur noch wenige Wochen bleiben, so die Ärzte damals. Und tatsächlich: Ein lebensrettender Spender wird gefunden. Jetzt folgt aber die tieftraurige Nachricht: Die Therapie hat nicht angeschlagen, der Krebs hat gesiegt. Mit bewegenden letzten Worten aus einem Hospiz hat sich Jenny jetzt von ihren Unterstützern verabschiedet.

Nur einen Tag nach ihren bewegenden Abschiedsworten ist die an Leukämie erkrankte 35-jährige Jenny am 27. Juni verstorben.

Im Mai schien sich alles zum Guten zu entwickeln

Am 10. Mai hatte das Suchen endlich ein Ende: Die an Leukämie erkrankte Jenny aus Quickborn hatte mit der Hilfe der DKMS und verschiedenen Medienunternehmen einen passenden Spender gefunden. Mit Erfolg: 10.261 Menschen hatten sich registrieren lassen – und für Jenny gab es einen genetischen Zwilling: "Jetzt geht alles ganz schnell - Am 27.5. soll also mein Tag 0 sein - mein 2. Geburtstag", schreibt Jenny damals bei Instagram. Am 27. Mai 2021 werden ihr die Stammzellen transplantiert. "Ich kann mein Glück kaum fassen und bin völlig überwältigt", schreibt Jenny. "Ich bekomme die Chance auf ein Leben. Eines, das ich mir mehr als alles andere auf der Welt wünsche!", so die 35-Jährige weiter.

"Manchmal ist das Schicksal ein Arschloch"

Doch jetzt die traurige Schock-Nachricht in einem neuen Instagram-Post. Jenny schreibt: "Leider muss ich euch mitteilen, dass die Stammzellenspende nicht funktioniert hat. Selbst eine weitere Chemo hat es nicht verhindert, dass der Krebs gesiegt hat und ich bereits seit einigen Tagen in einem Hospiz liege und mich auf das Sterben vorbereite." Jenny dankt allen, die ihre Geschichte verfolgt haben, gespendet haben, ob nun finanziell an die DKMS oder durch die Typisierung. "Manchmal ist das Schicksal ein Arschloch, aber wir müssen die Situation so nehmen, wie sie ist. Macht euch keine Sorgen, meine Liebsten sind bei mir und dadurch geht es mir gut." (ija)

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