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Ist auch Ihr Hund depressiv? Diese Anzeichen sprechen dafür

Drei Viertel der Hunde sind betroffen

Ist auch Ihr Hund depressiv? Diese Anzeichen sprechen dafür

Hund guckt traurig aus dem Fenster.
Laut einer britischen Studie sollen Dreiviertel der Hunde in Großbritannien von Depressionen betroffen sein.
mustafagul, iStock

Auch Hunde können an depressiver Verstimmung leiden. Doch das scheint vielen Hundehaltern nicht bewusst zu sein, wie eine britische Studie jetzt herausgefunden hat. Wir erklären, woran Sie eine solche Verstimmung erkennen.

8,8 Millionen Hunde leiden unter schlechter mentaler Verfassung

Im Rahmen einer Studie, die vom britischen Verein „Guide Dogs“ unter der Leitung von Dr. Helen Whiteside, wissenschaftliche Leiterin des Vereins, durchgeführt wurde, kam jetzt heraus, dass scheinbar eine beachtliche Anzahl von Hunden unter Depressionen oder anderen psychischen Problemen leidet.

Demnach sollen rund drei Viertel der Hunde in Großbritannien Anzeichen von schlechter psychischer Verfassung aufweisen: 74 Prozent, was in etwa 8,8 Millionen Hunden entspricht, sollen ein auffälliges Verhalten zeigen, wie „Daily Mail“ berichtet. Diese auffälligen Verhaltensweisen sollen unter anderem Anzeichen für Angst oder Depressionen sein.

Eine Umfrage, an der rund 1.000 Hundebesitzer teilnahmen, soll außerdem gezeigt haben, dass rund ein Viertel der Besitzer gar nicht wusste, dass auch Hunde unter einer schlechten mentalen Verfassung leiden können.

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Veraltete Sichtweisen scheinen ein großes Problem darzustellen

Hundebesitzer scheinen außerdem davon auszugehen, dass einem Hund drei Dinge reichen, um ein glückliches Leben zu führen: lange Spaziergänge, Leckerchen und Kuscheleinheiten. Doch das ist ein Irrglaube, wie Dr. Helen Whiteside gegenüber „Daily Mail“ erklärt: „Es ist eine veraltete Sichtweise zu glauben, dass Hunde nur ein oder zwei Spaziergänge am Tag brauchen, um zufrieden zu sein.“

Stattdessen seien Puzzle oder andere interaktive Spiele mindestens genau so wichtig, um einen Hund bei Laune zu halten. Denn: „Ohne unterschiedliche Arten der mentalen Stimulation, können Hunde anfangen Verhaltensauffälligkeiten wie Angst und Frustration zu zeigen, die einen großen Einfluss auf ihre mentale Gesundheit haben“, erklärt die Studienleiterin im Interview.

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Bestimmte Verhaltensweisen können auf eine Depression hinweisen

Da Ihr Hund Ihnen nicht sagen kann, wenn er sich nicht wohl fühlt, ist es umso wichtiger, dass Sie auf bestimmte Verhaltensweisen achten, die auf eine mögliche Depression hinweisen könnten. Wie „Daily Mail“ berichtet, seien unter anderem mangelnder Appetit, destruktives Verhalten und geringe Aktivität Anzeichen dafür, dass Ihr Hund unter einer Angststörung oder einer Depression leidet. Frustration und Langeweile würden sich hingegen dadurch äußern, dass Ihr Hund kein Interesse mehr an Dingen zeigt, die ihm bislang Spaß bereitet haben, dass er hyperaktives Verhalten an den Tag legt oder gar ununterbrochen zu bellen beginnt.

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Um Ihren Hund vor einem solchen mentalen Problem zu bewahren, empfiehlt die Expertin laut „Daily Mail“, die alltäglichen Dinge interessant zu gestalten und immer wieder ein wenig Abwechslung zu bieten. (vho)