Shopping-Erlebnis statt Corona-Ödnis

Innenstädte attraktiver machen: Aufwind für den Einzelhandel in Hessen

23. Juni 2021 - 18:09 Uhr

Nach dem Lockdown: Wie werden die Innenstädte wieder voll?

Schon vor Corona ging es vielen hessischen Innenstädten schlecht: Steigende Mieten, sinkende Kundenzahlen und der Online-Handel auf dem Vormarsch. Der Lockdown war für viele Geschäfte der Todesstoß, kleine Läden mussten schließen. Was man gegen diesen Leerstand tun kann und wie Hanau und Wiesbaden die Hessen zurück in die Fußgängerzonen locken wollen – im Video.

Mit Analysen dem Leerstand entgegenwirken

Zu hohe Mieten, zu wenig Selbstständige: Die Stadt Wiesbaden will gegen die drohende Flaute in der City ankämpfen und hat sich dafür Hilfe aus der Wissenschaft gesucht: Seit Anfang Juni arbeiten 150 Studierende an einer Analyse über die Einkaufsroutinen der Wiesbadener, über die Wünsche von Händlern und Kunden. Ergebnisse soll es Ende des Jahres geben. Bürgermeister Gert-Uwe Mende steckt viel Hoffnung in die Auswertung der Daten: "Die Innenstadt ist natürlich das Herzstück jeder Stadt. Viele Diskussionen ranken sich immer darum, wie die Qualität des Aufenthalts und das Einkaufserlebnis ist. Wir wollen das auf eine möglichst breite Datenbasis stellen."

Kunst für alle in der Hanauer Innenstadt

In Hanau setzt man auf Kunst statt Wissenschaft: Im Kaufhaus "Kunst-Kauf-Laden" in der Nürnberger Straße sind Gemälde und Fotografien ausgestellt, dazu gibt es Workshops, Lesungen und Körperkult. "Hier drohte ein längerer Ladenleerstand. Den haben wir beseitigt für Kunst für Jederfrau, für Jedermann. Es ist ein wichtiger Akzent und hier wird auch eine klare Haltung vermittelt, nämlich: Vielfalt, Toleranz, Miteinander", schwärmt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky und hofft damit auf mehr Besucherströme in der City.

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