US-Amerikaner warnt vor potentiell tödlicher Infektion

Warum Sie niemals fremde Rasierer benutzen sollten

Nick Holterman
Autsch, das Bild rechts sieht gar nicht gut aus! Eine Impetigo contagiosa führt zu schmerzhaften Pusteln - und kann lebensgefährlich sein.
holterman, Jam Press/@holterman, JAMPRESS FOTO

Nur noch schnell den Drei-Tage-Bart richten

Ah, da sind noch ein paar unordentliche Stoppeln im Drei-Tage-Bart, ich glaube, die mache ich mal schnell weg! Das muss sich Nick Holterman aus dem US-Bundesstaat Kalifornien wohl gedacht haben, als er morgens schnell zum Rasierer griff, um die Lage am Kinn wieder in Ordnung zu bringen. Ein paar Tage später: Schmerzhafte Pusteln - und sogar ein schwerer Atemwegsinfekt! Was war passiert? Die Ärzte rätseln und behandeln mit verschiedenen Medikamenten. Nachdem die Mediziner herausgefunden haben, was das Problem ist, schwört sich der Mann, diesen Fehler nie wieder zu begehen.

Schwerer Atemwegsinfekt und äußerst schmerzhafte Pusteln

Nick Holterman ist 24 Jahre alt und lebt in Los Angeles. Bevor Nick morgens zur Arbeit fährt, macht er sich frisch und sorgt dafür, dass der Drei-Tage-Bart akkurat aussieht. Als Nick vor einiger Zeit morgens ein paar unordentliche Stoppeln darin sieht, beschließt er, sie schnell zu kürzen. Doch statt zu seinem eigenen Rasierapparat zu greifen, schnappt er sich den seines Mitbewohners - nur mal schnell einschalten und die Stoppeln wegmachen - und dann schnell zur Arbeit.

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Aber ein paar Tage nach diesem Bart-Quickfix fühlt sich Nick unwohl und bekommt eine "wirklich schlimme Infektion der oberen Atemwege" und etwas, das auf seinem Kinn wie "Spinnenbisse" aussieht. "Ich bekam diese fiesen Pusteln und eitrigen Wunden an meinem Kinn und entlang meiner Kieferpartie, die ein paar Wochen lang anhielten", erzählt Nick der Agentur Jam Press. Der Personalassistent eilt zu seinem Hausarzt und bekommt eine Reihe von Antibiotika verschrieben. Aber nichts hilft - im Gegenteil, es geht ihm immer schlechter.

Kombinationspräparat zeigt Wirkung - zu einem hohen Preis

"Meine Wunden wurden immer größer, also ging ich wieder zu den Ärzten und sie testeten mich auf Covid-19, Streptokokken, Mono und andere mögliche Auslöser", erzählt Nick, "sie kamen alle negativ zurück, aber der Arzt vermutete immer noch, dass die Ursache bakteriell und nicht viral war, und beschloss, mir ein stärkeres Antibiotikum zu geben." Der Arzt verschreibt deswegen Bactrim, ein Kombinationspräparat, das aus zwei Antibiotika besteht. Und das zeigt endlich Wirkung, die Infektion verschwindet. Doch es hat seinen Preis: "Ich hatte ständig das Gefühl, mich übergeben zu müssen, weil die Bakterien und die natürliche Darmflora meines Körpers durch drei verschiedene Antibiotika zerstört wurden."

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Diagnose: Impetigo contagiosa - jetzt warnt Nick andere davor

Die abschließende Diagnose lautet: Impetigo contagiosa, eine hochinfektiöse bakterielle Hauterkrankung. Eigentlich eine Kinderkrankheit, doch sie kann auch Erwachsene treffen. Ausgelöst entweder durch antibiotikaresistente Staphylokokken oder Streptokokkus-Bakterien. Der Grund: Nick muss sich die Bakterien vom Rasierer seines Mitbewohners eingefangen haben. Für ihn ist die Sache deswegen jetzt glasklar: Nie wieder wird er einen fremden Rasierer benutzen - selbst wenn es nur um paar Bartstoppeln geht.

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Um andere zu warnen, stellt er die ganze Geschichte mit dem entsprechenden Beweisfoto zwecks Abschreckung bei TikTok ein: "Ich möchte alle daran erinnern, keine Rasierer zu teilen oder die anderer Leute zu benutzen", sagt er. "Man kann sich eine antibiotikaresistente fleischfressende Bakterie einfangen, die wirklich schmerzhaft ist und ständig Eiter absondert. Und die Antibiotika, die man nehmen muss, sorgen für Verstopfungen - und wenn die nicht funktionieren, könnt ihr sogar daran sterben!"

GUT ZU WISSEN: Darum sollte man niemals seine Schuhe in der Wohnung tragen!

"Schuhe ausziehen oder anlassen?" Aus Höflichkeit gewähren wir dem netten Besuch dann doch den Eintritt in die eigene Wohnung mit Schuhen. Denn manchmal macht man es ja auch selbst: Man hat die Schuhe schon an und dann geht es zurück in die Wohnung, man sucht in jedem Zimmer noch Handy, Geldbeutel und Co. Und dann heißt es: Hereinspaziert für die Millionen Bakterien und Viren, die sich unter unseren Schuhen befinden! Forscher raten deshalb, die Schuhe niemals in der Wohnung anzulassen. (ija)