Ursachen, Symptome & Behandlung

Hyperreagibles Bronchialsystem beim Baby

Reizhusten beim Baby: Ein hyperreagibles Bronchialsystem tritt häufig nach einer Erkältung oder Atemwegsinfektion auf.
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29. Juni 2020 - 11:39 Uhr

Diagnose Hyperreagibles Bronchialsystem

Wenn ein hyperreagibles Bronchialsystem bei Ihrem Baby diagnostiziert wird, stellt das sowohl für den kleinen Patienten als auch für dessen Eltern eine große Belastung dar. Dabei bekommt das Kind häufig einen starken Reizhusten, der zu Atemnot und zu einem Angstgefühl führen kann. In diesem Fall ist es selbstverständlich wichtig, zunächst einen Kinderarzt zurate zu ziehen. Dennoch ist es für viele Eltern beruhigend, sich genau über dieses Krankheitsbild zu informieren und auf dieser Grundlage die Therapie zu unterstützen. Hier erhalten Sie wichtige Informationen zu diesem Krankheitsbild. Einen Arztbesuch kann diese Lektüre jedoch in keinem Fall ersetzen.

Hyperreagibles Bronchialsystem – Was bedeutet das genau?

Ein hyperreagibles Bronchialsystem ist keine Krankheit im eigentlichen Sinne: Vielmehr handelt es sich hierbei um eine Überreaktion der Bronchien auf eigentlich harmlose Reize. Husten dient normalerweise dazu, Fremdkörper und Schleim aus der Lunge zu entfernen. Diese Reaktion ist sehr wichtig, um die Gesundheit zu erhalten. Bei einem hyperreagiblen Bronchialsystem lösen jedoch eigentlich harmlose Umstände diesen Hustenreiz aus – beispielsweise kalte Luft, Rauch oder Staub.

Selbst starke Gerüche können den Hustenreiz, der in der Regel trocken und für das Baby oft schmerzhaft ist, verursachen. Die Ursache dieses Krankheitsbilds liegt in einer leicht entzündeten Bronchialschleimhaut, die auf die entsprechenden Reize extrem empfindlich reagiert.

Hyperreagibles Bronchialsystem: Ursachen und Symptome

Das hyperreagible Bronchialsystem beim Baby entsteht in der Regel aus einer gewöhnlichen Erkältung. Bei diesem Atemwegsinfekt treten die klassischen Symptome auf: Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und Fieber. Während fast alle Beschwerden nach kurzer Zeit wieder abklingen, bleibt der Husten erhalten, sobald ein entsprechender Reiz auftritt. Die Viren, die den Infekt ausgelöst hatten, sind dabei nicht mehr nachweisbar – es bleibt lediglich eine leichte Entzündung der Bronchialschleimhaut zurück.

Der starke und schmerzhafte Reizhusten ist das Hauptsymptom dieser Krankheit. Viele Patienten klagen jedoch zusätzlich über ein Kitzeln oder ein Fremdkörpergefühl im Hals. Häufig tritt der Husten auch nachts auf, was Schlafstörungen zur Folge hat. 

Die Behandlung

Bevor die Behandlung beginnt, muss der behandelnde Arzt einige Untersuchungen durchführen. Da die Symptome einer Allergie oder Bronchitis sehr ähnlich sind, ist es wichtig, das Krankheitsbild genau abzugrenzen. Zu diesem Zweck müssen Sie eine Untersuchung bei einem spezialisierten Lungenfacharzt durchführen lassen.

Wenn die Diagnose den Verdacht bestätigt, erfolgt eine medikamentöse Therapie. Dabei erhält das Kind verschiedene Mittel verabreicht, die den Husten lindern und die Entzündung abklingen lassen. Eine zeitnahe Behandlung ist dabei sehr wichtig, da sich das hyperreagible Bronchialsystem sonst zu Asthma weiterentwickeln kann. Erfolgt jedoch eine Behandlung, bleiben in der Regel keine Schäden zurück.

Effektive Vorbeugemaßnahmen

Wie beschrieben entsteht ein hyperreagibles Bronchialsystem normalerweise als Folge eines gewöhnlichen Atemwegsinfekts. Daher stellt es die beste Vorbeugemaßnahme dar, derartige Erkrankungen zu vermeiden – beispielsweise durch eine gute Hygiene und eine gesunde Ernährung. Sollte Ihr Baby dennoch daran erkranken, ist es sehr wichtig, den Infekt gut auszuheilen.

Sollten die Symptome nach einigen Tagen nicht abklingen, ist daher ein erneuter Besuch beim Kinderarzt erforderlich, um eine vollständige Ausheilung sicherzustellen. Zu den häufigsten Auslösern eines hyperreagiblen Bronchialsystems zählen Rauch und Staub. Daher sollten Sie mit Ihrem Baby eine Umgebung, in der diese Stoffe vorhanden sind, stets meiden.