Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung

Familienhund beißt Kleinkind (2) in den Kopf: "Rocky" wurde eingeschläfert

In Hamburg wurde ein Kleinkind von einem Hund angegriffen und fast zu Tode gebissen.
In Hamburg wurde ein Kleinkind von einem Hund angegriffen und fast zu Tode gebissen.
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Die Entscheidung ist noch Dienstagmittag gefallen: „Rocky wurde nach seinem aggressiven Angriff eingeschläfert. Er war offenbar kein Kampfhund, sondern ein Old English Bulldog Mischling, der ein erst zweijähriges Mädchen ins Gesicht und in den Kopf gebissen hat“, so Thilo Marxen von der Polizei Hamburg.

Rocky beißt Mädchen ins Gesicht und in den Kopf

Der Hund soll sich zum Zeitpunkt des schrecklichen Vorfalls bei der Oma des Kleinkinds aufgehalten haben. Was dann genau passierte, ist weiterhin unbekannt. Anwohner wurden durch lautstarke Hilferufe aufmerksam. „Als die Einsatzkräfte dann vor Ort eintrafen und die Wohnung lokalisiert hatten, stellten sie fest, dass sich ein Hund in den Kopf des zweijährigen Mädchens verbissen hatte“, erklärt eine Polizeisprecherin im Gespräch mit RTL Nord. Gemeinsam mit der Mutter und der Oma konnte der Hund dann von dem Kind getrennt werden. Das Mädchen wurde lebensgefährlich verletzt, ihr Zustand ist mittlerweile stabil. Die Großmutter wurde am Bein verletzt und kam ebenfalls ins Krankenhaus, ist inzwischen aber offenbar wieder zuhause.

Im Video: So reagieren Anwohner

Anwohner melden sich zu Wort Nach Hunde-Angriff
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Ermittlungen gegen Mutter und Oma

„Halter dieses Hundes ist tatsächlich der Onkel dieses zweijährigen Mädchens, also der Bruder der Mutter. Er lebt in Schleswig-Holstein“, so die Polizeisprecherin weiter. Weil er selbst aktuell im Ausland sei, habe er Rocky bei der Familie in Obhut gegeben. „Ermitteln tun wir tatsächlich im Moment wegen fahrlässiger Körperverletzung sowohl gegen die Mutter als auch gegen die Großmutter.“ (kst/dka/dme)