"Ich habe mit meiner Tochter gefunkt. Sie hat nicht mehr geantwortet"

Horror-Crash auf der A1: Vater sieht im Rückspiegel, wie ein Laster auf den LKW seiner Tochter zurast!

29. Juni 2021 - 17:08 Uhr

Niedersachsen: Schwerer Massen-Crash auf der Autobahn 1

In der Nähe von Bakum (Niedersachsen) rast ein 40-Tonner beinahe ungebremst in ein Stauende – schiebt drei weitere Lastwagen ineinander. Der Fahrer stirbt. Ein anderer LKW-Fahrer muss im Rückspiegel mit ansehen, wie auch der Laster seiner Tochter in den Unfall verwickelt wird.

Fahrer eines Sattelzuges rast in Stauende

Viel Verkehr am Abend auf der Autobahn 1 zwischen Bremen und Osnabrück. Wegen einer Baustelle hat sich dort ein Rückstau gebildet. Der Fahrer eines Sattelzuges übersieht das Stauende offenbar – und kracht mit voller Wucht in einen stehenden LKW. Seine Fahrerkabine wird komplett zerstört. Der 73-Jährige stirbt noch vor Ort. Der Aufprall ist so stark, dass die zwei unfallbeteiligten Fahrzeuge noch zwei weitere LKW aufeinanderschieben. Ein 33-Jähriger und eine 31-Jährige werden leicht verletzt.

Janina Kock ist glücklich, den LKW-Unfall überlebt zu haben.
Janina Kock ist glücklich, den LKW-Unfall überlebt zu haben.
© RTL, NonstopNews

Die 31-Jährige Fahrerin ist Janina Kock. Die junge Frau hat ihren LKW-Führerschein seit einem halben Jahr. Sie sitzt in ihrem Muldenkipper mit dem sie Klärschlamm transportiert, hat den Warnblinker an. "Dann habe ich einen Knall gehört", erzählt sie. Im Spiegel sieht sie dann den Aufprall am Stauenende. "Dann ging alles ganz schnell. ich bin dann mit voller Wucht auf den blauen LKW geschoben worden. Hab aber gebremst."

Besonders dramatisch: Ihr Vater Kay Kock ist ebenfalls Laster-Fahrer, steht vor ihr im Stau – nur der blaue LKW trennt die Fahrzeuge der beiden. Auch er hört den Knall. Und sieht den Unfall im Rückspiegel. Janinas Fahrzeug mittendrin. "Ich habe mit meiner Tochter gefunkt und hörte nichts mehr, sie hat nicht mehr geantwortet. Da bekommt man dann schon Panik."

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LKW-Fahrerin (31): "Ich bin glücklich, dass ich lebe!"

Seine Tochter versucht sich aus dem Fahrzeug zu retten. "Dann war mein Anschnallgurt fest, ich kam nicht schnell raus. Ich hab Qualm gesehen. Wusste aber nicht, ob das bei mir ist oder ein anderer", erinnert sie sich kurz nach dem Unfall. "Ich habe dann nur daran herumgerissen, bis der Anschnallgurt aufging. Dann habe ich die Tür aufgemacht und bin einfach nur rausgelaufen."

Zu ihrem Papa. Um zu zeigen, dass es ihr gut geht – den Umständen entsprechend. Die 31-Jährige hat ein paar Schürfwunden und Rückenschmerzen. "Ich bin glücklich, dass ich lebe", sagt sie nach dem Schockmoment. Und das ist ihr Papa auch! (sli)