Life
Hilfreiche Alltags-Tipps und bewegende Storys mitten aus dem Leben

Hilfe, die Grippe ist da: So können Sie sich vor einer Ansteckung schützen

Grippewelle in Deutschland: 80.000 Fälle seit Dezember
Grippewelle in Deutschland: 80.000 Fälle seit Dezember 01:37

Immer mehr Menschen stecken sich an

Die Grippe hat Deutschland fest im Griff: Die Infektionskarte des Robert-Koch-Instituts ist tiefrot. Das bedeutet, dass sich in der vergangenen Woche erneut extrem viele Menschen mit der Influenza angesteckt haben. Die Wartezimmer werden immer voller und einigen Kliniken ist sogar schon der Grippe-Schnelltest ausgegangen. Die LVR-Klinik für Psychiatrie in Bonn nimmt wegen der Grippewelle im Moment gar keine Patienten mehr auf. Außerdem wurde ein Besuchsverbot verhängt, um Ansteckungen zu vermeiden.

So können Sie sich vor der Grippe schützen

Wer jetzt nicht auch noch den grassierenden Viren zum Opfer fallen will, hat es schwer. Hilflos ausgeliefert ist man der Grippe aber nicht. Wirksamen Schutz bietet beispielsweise eine Impfung. Besonders gefährdete Menschen (zum Beispiel Schwangere, ältere Menschen oder Pflegepersonal) sollten sich unbedingt gegen die Grippe impfen lassen. Die Immunisierung muss allerdings jedes Jahr wiederholt werden, denn jedes Jahr sind andere Grippeviren unterwegs. Aber auch wenn man ein paar einfache Hygieneregeln beachtet, kann man einer Ansteckung aus dem Weg gehen.

Die Grippeviren verbreiten sich per Tröpfcheninfektion. Die wichtigste Regel ist darum: Abstand halten. Wenn ein Grippekranker hustet oder niest, verteilt er die Vieren über winzige Speicheltröpfchen in der Atemluft. Größere Tröpfchen sinken relativ schnell zu Boden und werden bis zu einer Distanz von einem Meter übertragen. Kleine Tröpfchen können auch weiter schweben. Wer zu anderen einen Mindestabstand von zwei Metern einhält, ist auf der sicheren Seite.

Sollten sich Schwangere impfen lassen?
Sollten sich Schwangere impfen lassen? Grippeschutz 01:45

Händewaschen schützt uns und unsere Mitmenschen

Grippewelle in Deutschland
Auch Grippekranke können darauf achten, ihre Viren nicht überall zu verteilen. © dpa, Maurizio Gambarini, gam tba fgj mro cat

Die Tröpfchen können sich aber auch auf Oberflächen absetzen. Wer dann diese Oberflächen mit der Hand berührt und sich danach ins Gesicht fasst, kann sich ebenso leicht anstecken. Darum gilt außerdem: Regelmäßig Hände waschen und möglichst nicht ins Gesicht fassen. Die Schleimhäute von Nase, Mund oder Augen sind offene Tore für die Grippeviren.

Wenn Familienmitglieder die Grippe haben, empfiehlt das Robert-Koch-Institut, in getrennten Räumen zu schlafen und auch die Mahlzeiten sollten am besten getrennt eingenommen werden. Außerdem sollte man regelmäßig lüften, um die Anzahl der Viren in der Atemluft zu verringern.

Auch die Kranken selber können einiges dafür tun, um ihre Viren nicht zu verbreiten: Wenn man akut erkrankt ist, sollte man möglichst zuhause bleiben. Besonders ansteckend ist man in den ersten vier bis fünf Tagen, nachdem man die ersten Symptome spürt. In dieser Zeit scheidet der Körper die meisten Viren aus, danach werden es immer weniger. Wer nur in die Armbeuge, den Ärmel oder in ein Einwegtaschentuch hustet und niest, verteilt die Grippeerreger nicht überall. Auch Kranke sollten regelmäßig ihre Hände waschen und benutzte Taschentücher entsorgen.

Mehr Life-Themen