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Hier bekommen Handicap-Hunde ihre zweite Chance

Aus Rumänien in die "Villa Hinkefuß"

Hier bekommen Handicap-Hunde ihre zweite Chance

In der "Villa Hinkefuß" ist JEDER Hund willkommen.
In der "Villa Hinkefuß" ist jeder Hund willkommen.
Petra Schönle

Ein Herz für ALLE Tiere

von Vera Dünnwald

Willkommen in der „Villa Hinkefuß“! Hier leben Hunde mit Behinderung, oder wie sie Petra Schönle, die Leiterin der „Tieraufpäppelstation“ liebevoll nennt: Hunde mit Handicap. Und auch die freuen sich über ein neues Zuhause.

Behinderte und nicht-behinderte Hunde leben in einer Fellnasen-WG

Der Name „Villa Hinkefuß“ erinnert stark an Pippi Langstrumpf und ihre „Villa Kunterbunt“, oder? Im Gespräch mit RTL gibt Petra Schönle, die für die Tiere verantwortlich ist, zu, dass tatsächlich eben diese verrückte junge Dame mit den Ringelsocken als Namensinspiration gedient hat. Und hier, auf einem großen Grundstück mit großem Garten in Kevelaer am Niederrhein, leben behinderte und nicht-behinderte Hunde aus dem Tierschutz. Vor allem Vierbeinern aus Rumänien wird hier geholfen. „Seit 25 Jahren setze ich mich für den Tierschutz ein. Wir haben in der ‘Villa Hinkefuß’ zunächst mit zwei Personen angefangen, weil wir rumänischen Hunden helfen wollten. Ich selbst habe auch vor etwa sieben bis acht Jahren einen Hund mit Behinderung aus Rumänien bei mir aufgenommen. Das war dann quasi der Anstoß für die ganze Sache, das hat sich dann immer weiter entwickelt“, erklärt Schönle.

Warum genau Rumänien? In der Broschüre der „Tieraufpäppelstation“ heißt es: „In Rumänien haben Tiere keine Lobby. Viele werden geschlagen, misshandelt und ausgenutzt. Hunderte streunende Hunde und Katzen vermehren sich unkontrolliert und haben ein miserables Dasein. Meist werden sie eingefangen und leben unter noch schlimmeren Zuständen in den sogenannten öffentlichen Sheltern, die nicht selten auch Tötungsstationen sind.“ Die „Villa Hinkefuß“ ist die Hauptstelle der „Hilfe für rumänische Pfoten“ in Deutschland.

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Ein aktueller Bewohner der "Villa Hinkefuß": Hund Pepe.
Ein aktueller Bewohner der "Villa Hinkefuß": Hund Pepe.
Petra Schönle

"Villa Hinkefuß" soll als Sprungbrett in ein neues Leben dienen

Ende 2019 öffnete die Villa dann offiziell ihr Pforten. Wer besonders willkommen ist? All die Hunde, die gerne mal vergessen werden – gelähmte Hunde, Hunde mit nur einem Auge oder aber auch dreibeinige Hunde: „Mit der ‘Villa Hinkefuß’ möchten wir Hunden mit Handicap einen neuen Start ins Leben ermöglichen. Wir möchten den Menschen zeigen, dass auch Hunde mit Behinderung ganz ‘normal’ sein können, ganz normal Spaß haben und herum tollen – wenn es ihnen möglich ist. Trotz Einschränkungen sind sie nämlich genauso liebenswert wie alle anderen!“ Mittlerweile hat sich das Team mehr als verdoppelt, viele Ehrenamtliche engagieren sich vor Ort für das Wohl der Tiere.

„Wir versuchen, den schwächsten der Schwachen zu helfen – den alten, verletzten und behinderten Hunden. Diejenigen, die meist keiner mehr aufnehmen möchte. Durch eine Übersiedlung in deutsche Pflegestellen bekommen sie eine Chance gesehen zu werden und ihr Glück bei einer fürsorglichen Familie zu finden.“ Somit soll die „VIlla Hinkefuß“ als eine Art Sprungbrett in ein neues, umsorgtes und vor allem entspanntes Leben fungieren, erzählt Petra Schönle RTL.

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Ehrenamtliche helfen in der "Villa Hinkefuß" aus und unterstützen Petra Schönle und die vielen Handicap-Hunde.
Ehrenamtliche helfen in der "Villa Hinkefuß" aus und unterstützen Petra Schönle und die vielen Handicap-Hunde.
Petra Schönle
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In der Villa Hinkefuß kümmert sich Inhaberin Petra Schönle liebevoll um behinderte und nicht-behinderte Hunde.
In der Villa Hinkefuß kümmert sich Inhaberin Petra Schönle liebevoll um behinderte und nicht-behinderte Hunde.
Villa Hinkefuss

Was der Leiterin der „Villa Hinkefuß“ besonders wichtig ist? Dass Berührungsängste zu Handicap-Hunden abgebaut werden. Auch wenn es oft schwierig ist, ein Zuhause für Hunde mit Behinderung zu finden, geben Schönle und ihr Team nicht auf. Auf der Facebook-Seite heißt es, dass Besucher nach Anmeldung jederzeit willkommen sind, damit „jeder mit eigenen Augen sehen kann, wie fröhlich auch die Handicaps sein können“.

Auf Hilfe ist die „Villa Hinkefuß“ in jedem Fall angewiesen: „Seien es Leute, die helfen wollen und vor Ort mit anpacken wollen, Leute die Gassi gehen möchten – Arbeit gibt’s hier definitiv genug.“ Unabhängig davon ist Petra Schönle, die nebenbei auch noch berufstätig ist und sich in ihrer Freizeit um die Vierbeiner kümmert, auf Spenden angewiesen. „Wir freuen uns über jede Hilfe, die wir kriegen können.“ Ganz getreu dem Motto der „Villa Hinkefuß“: „Alleine sind wir stark – aber gemeinsam wären wir unschlagbar!“