Überraschung aus Hessen

Schickt die CDU Helge Braun ins Rennen um den Parteivorsitz?

Kanzleramtschef Helge Braun könnte sich bald um den CDU-Parteivorsitz bemühen
Kanzleramtschef Helge Braun könnte sich bald um den CDU-Parteivorsitz bemühen
© dpa, Michael Kappeler, mkx tba cam exa

09. November 2021 - 23:45 Uhr

Am Freitag gibt es eine Sondersitzung

Der Landesvorstand der Christdemokraten will nach RTL-Informationen in Wiesbaden für den kommenden Freitagmittag eine Sondersitzung einberufen. Es soll bei dem virtuellen Treffen um die anstehende Wahl der CDU-Parteispitze gehen, denn hier setzt man auf einen bisher noch nicht genannten Kandidaten: Helge Braun.

Bisher standen Röttgen und Merz auf dem Plan

Braun selbst hat sich bisher noch nicht zu der Frage geäußert, ob er selbst mit dem Gedanken spielt zu kandidieren. Er soll es aber auch nicht ausgeschlossen haben, wie es in Parteikreisen hieß.

Bisher sind die wahrscheinlichsten Bewerber um den CDU-Vorsitz Friedrich Merz und Norbert Röttgen. Beide sondieren seit Wochen intern ihre Chancen und sprechen mit möglichen Verbündeten. Ob Braun überhaupt eine Chance hätte ist fraglich. Einerseits ist er bestens vernetzt, weil er nun schon jahrelang als Kanzleramtchef agierte. Andererseits erlaubte er sich in der Pandemiebekämpfung einige Fehler, die als Bürde beschrieben werden.

Braun als Bouffiers Nachfolger?

Volker Bouffier zeigt Armin Laschet im Bundestagswahlkampf 2021 die Unions-Anhänger auf dem Kirchenplatz in Gießen. Am Rednerpult damals: Der hessische CDU-Spitzenkandidat Helge Braun. Der verlor seinen Wahlkreis an eine SPD-Politikerin.
Volker Bouffier zeigt Armin Laschet im Bundestagswahlkampf 2021 die Unions-Anhänger auf dem Kirchenplatz in Gießen. Am Rednerpult damals: Der hessische CDU-Spitzenkandidat Helge Braun. Der verlor seinen Wahlkreis an eine SPD-Politikerin.
© RTL, RTL Hessen, Emelie Reiß

Braun wird seit längerem auch als möglicher Nachfolger von Bouffier als hessischer Ministerpräsident gehandelt. Bouffier ist stellvertretender Vorsitzender der Bundes-CDU. Er hatte sich im Machtkampf Laschets mit CSU-Chef Markus Söder um die Kanzlerkandidatur der Union im April klar hinter den damaligen nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten gestellt. Bis zuletzt kämpfte Bouffier um Stimmen für Laschet. (dpa/fst)