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Hessen: Kitas wegen Omikron unter Druck

Einheitliche Teststrategie gefordert

Kitas wegen Omikron unter Druck

Kitas wegen Omikron unter Druck Ruf nach Teststrategie

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Die Omikron-Welle macht den Kindertagesstätten in Hessen schwer zu schaffen. Zahlreiche Infektionsfälle bei den Kindern und zunehmend auch beim Personal, Diskussionen mit den Eltern im Fall von Schließungen und uneinheitliche Quarantäneregeln bedeuten eine Belastungsprobe für die Erzieherinnen und Erzieher. RTL hat die Kita Am Schlappmühler Pfad in Usingen besucht. Mehr dazu im Video.

In Kitas wird nicht regelmäßig wie in Schulen getestet

02.02.2022, Hessen, Darmstadt: Ein Vater bringt seine Kinder in eine Kita.
Coronavirus - In der Kita
scg hjb fdt, dpa, Sebastian Gollnow

Zwar lägen keine genauen Zahlen zu Krankheitsfällen beim Kita-Personal vor, doch träten diese seit Jahresbeginn deutlich gehäuft "und in seither ungebrochen steigender Tendenz auf", so Thilo Hartmann, Vorsitzender der GEW. Das sehen die Verantwortlichen der Kita Schlappmühler Pfad in Usingen ähnlich – 110 Kinder werden hier betreut – und immer wieder Ansteckungen bei Kindern und auch Mitarbeitern - das Team am Anschlag weil andere die Arbeit der Erkrankten übernehmen müssen.

Keine landesweit einheitlichen Quarantäne-Regeln in Kitas

Der hessische Elternbund sprach sich für landesweit einheitliche Quarantäne-Regeln für die Kitas aus. Für Eltern, die etwa in Orten an Landkreisgrenzen lebten, sei es schwer nachvollziehbar, wenn für die Kita im Nachbarort andere Regeln gälten als in der Einrichtung im eigenen Wohnort, erklärte Birgid Oertel, Vorstandsmitglied des Elternbundes Hessen. Die Entscheidung, ob und inwieweit eine Kita oder Kita-Gruppe unter Quarantäne gestellt werde, treffe jeweils das zuständige Gesundheitsamt nach Beurteilung des Einzelfalls.

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Opposition fordert: Jedes Kind in Hessen regelmäßig testen

Es darf keinen Unterschied zwischen Schule und Kita geben, forderte Christiane Böhm von der Linksfraktion. „Das Land muss endlich die vollen Kosten übernehmen und auch klare Vorgaben machen.“ Die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Lisa Gnadl, argumentierte, dass mit einem flächendeckenden, verpflichtenden Kita-Testkonzept das Infektionsgeschehen eingedämmt werden könnte - damit die Betreuungs- und Bildungseinrichtungen nicht wieder geschlossen werden.

Der Gesundheitsschutz der Kita-Kinder, ihrer Familien und Erzieherinnen und Erzieher dürfe weder vom Geldbeutel der Eltern, noch von der Haushaltssituation der Kommunen und Träger abhängig sein, sagte Gnadl und verwies auf andere Bundesländer, die ein Testkonzept und inzwischen auch eine Testpflicht beschlossen hätten. (dpa/sel)