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Grünen-Chefin Lang: Spiegel-Nachfolge soll bis Ostern geklärt werden

Grünen-Chefin im RTL/ntv-Frühstart

Vier Kinder und Ministeramt? "Das muss möglich sein!"

Grüne wollen Spiegel-Nachfolge vor Ostern klären RTL/ntv Frühstart
06:50 min
RTL/ntv Frühstart
Grüne wollen Spiegel-Nachfolge vor Ostern klären

von Philip Scupin und Bastian Vollmer

Vier kleine Kinder und ein Ministeramt: Ist das eigentlich machbar? Diese Frage wird nach dem Rücktritt von Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) nun häufiger gestellt.

Die Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang betonte am Dienstagmorgen im RTL/ntv Frühstart (im Video): „Das muss möglich sein in unserer Gesellschaft, wenn wir wollen, dass Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven Regierungsverantwortung übernehmen.“

Lang sagte zudem, dass sie überzeugt sei, dass das Regierungshandeln besser mache. Der Fall Anne Spiegel aber zeige „in aller Härte“, dass es in der Gesellschaft beim Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch einiges zu tun gebe. „Ich würde mir wünschen, dass wir das auch als Anlass nehmen für eine Debatte darüber: Wie gehen wir eigentlich mit diesen Härten dieses politischen Betriebs um.“

Neue Familienministerin bis Ostern?

Lang kündigte zudem eine Entscheidung über die Nachfolge von Spiegel noch in dieser Woche an. Die Partei werde sich die notwendige Zeit nehmen: „Trotzdem gibt es jetzt auch ein Bedürfnis, diese Frage schnell zu klären.“ Die Grünen-Chefin fügte hinzu: „Das heißt, ich denke nicht, dass wir noch über Ostern hinweg uns mit dieser Frage beschäftigen werden.“ Man sei jetzt in Gesprächen innerhalb der Partei „und das ist der Stand dazu“.

Lang deutete an, dass erneut eine Frau den Posten im Familienministerium übernehmen werde. „Wir haben damals gesagt, wir besetzen unsere Minister:innenposten paritätisch. Bei diesem Grundsatz bleiben wir natürlich auch.“ Die erste Anforderung aber sei, dass die Person Verantwortung für Familien, Kinder und die offene Gesellschaft Verantwortung übernehme. „Die Person muss vor allem eine Eigenschaft mitbringen: Das ist, geeignet für dieses Amt zu sein.“

Ihr komme gerade unter dem Eindruck vieler geflüchteter Frauen und Kinder aus der Ukraine derzeit eine besondere Rolle zu.

Lang besorgt über möglichen Chemiewaffen-Einsatz

Besorgt äußerte sich die Grünen-Politikerin über den möglichen Einsatz von Chemiewaffen durch die russische Armee in der Ukraine. „Das wäre ein historischer Bruch seit dem Ersten Weltkrieg hier in Europa“, so Lang. „Chemiewaffen, das ist eine Unmenschlichkeit, eine Bestialität, das ist das Böse in Reinform.“

Man warte nun darauf, ob sich der Verdacht eines Einsatzes in der Stadt Mariupol bestätige. Für diesen Fall forderte sie weitere härtere Sanktionen. „Dann wird es eine Reaktion darauf geben, die dem entspricht.“

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