Bluttat in Großröhrsdorf

24 Stunden nach der Messer-Attacke: Polizei hat „keine Erkenntnisse“ zum Täter

Großröhrsdorf: Polizisten durchsuchen eine Mülltonne nach Hinweisen.
Großröhrsdorf: Polizisten durchsuchen eine Mülltonne nach Hinweisen.
© dpa, Tino Plunert, htf

16. September 2021 - 16:46 Uhr

Polizeisuche nach Täter bisher ohne Erfolg

Nach dem mutmaßlichen Messer-Mord an einem 16-jährigen Mädchen im sächsischen Großröhrsdorf fehlt der Polizei auch 24 Stunden nach der Tat jede Spur. "Nach dem männlichen, unbekannten Tatverdächtigen fahnden wir nach wie vor. Da hat die Polizei noch keine Erkenntnisse", erklärt Kai Siebenäuger, Polizeidirektion Görlitz.

Polizei Großröhrsdrof
Die Polizei ist weiterhin auf der Suche nach Hinweisen, erklärt Kai Siebenäuger von der Polizeidirektion Görlitz.
© deutsche presse agentur

Was ist passiert? Am Mittwochabend (15.09.2021) ging um 15:45 der Notruf bei der Polizei ein. Ein 16-jähriges Mädchen wurde leblos am Boden eines Garagenhofes gefunden. Sanitäter und Notarzt reanimierten sie und brachten sie ins Krankenhaus. Dort starb sie. Die Polizei sucht nach Zeugen der Tat.

Fest steht: "Es handelt sich um ein Gewaltverbrechen. Alles Weitere ist Gegenstand der Ermittlungen", so der Polizeisprecher.

Großröhrsdorf
Vor dieser Garage wurde die 16-Jährige erstochen.
© xcitepress

Polizei dreht „jeden Grashalm am und um den Tatort um“

"Wir fragen in der Nachbarschaft nach und wir gehen Hinweisen nach, die aus der Bevölkerung kommen", so der Sprecher. Allerdings haben die Nachbarn bis auf Schreie nichts gehört.

"Nach der ersten Spurensicherung am direkten Tatort gestern wird jetzt der weitere Bereich des Tatorts unter die Lupe genommen. Da werden Spuren gesucht, die im Zusammenhang mit der Tat stehen könnten." Bisher ist das Tatmotiv unbekannt und auch die Frage, wie die Frau ums Leben gekommen ist, bleibt Teil der Ermittlungen. "Die Kriminaltechniker sind hier noch im Einsatz und drehen jeden Grashalm am und um den Tatort um."

Bisher seien einige Hinweise aus der Bevölkerung gekommen, denen jetzt nachgegangen wird. Nach der Bluttat von Großröhrsdorf bleiben viele der knapp 7.000 Anwohner verunsichert und verängstigt zurück.

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