Polizei stoppte die Demo

Gelsenkirchen: Pro-Palästina-Demonstranten brüllen antisemitische Parolen

In Gelsenkirchen riefen Demonstranten antisemitische Parolen vor einer Synagoge.
In Gelsenkirchen riefen Demonstranten antisemitische Parolen vor einer Synagoge.
© Twitter, Twitter/Zentralratjuden

13. Mai 2021 - 12:59 Uhr

Demonstration war nicht angemeldet

Die Polizei hat am Mittwochabend vor einer Synagoge in Gelsenkirchenen einen unangemeldeten Demonstrationszug gestoppt. Die Teilnehmenden brüllten direkt vor der Synagoge antisemitische Parolen. Etwa 180 Demonstrierende sollen beteiligt gewesen sein, die vom Bahnhofvorplatz in Richtung Synagoge marschiert sind.

Schutz für jüdische Orte in NRW erhöht

12.05.2021, Hamburg: Das Videostandbild zeigt einen Autokorso von Unterstützern eines freien Palästinas. Nach Angaben der Polizei versammelten sich etwa 200 Menschen im Stadtteil St-Georg, außerdem zählte sie rund 150 Autos. (Bestmögliche Qualität) F
Autokorso von Unterstützern eines freien Palästinas
© dpa, Steven Hutchings

Auf dem sozialen Netzwerk Twitter machte ein Video der Demonstration die Runde – viele Menschen sind empört von diesem offenkundigen Judenhass. Auch der Zentralrat der Juden verurteilt diese Gewalt: "Judenhass mitten in Gelsenkirchen vor der Synagoge. Zeiten, in denen Juden auf offener Straße beschimpft werden, sollten längst überwunden sein."

Auch in anderen Städten gab es pro-palästinensische Demonstrationen. In Münster und Bonn wurden israelische Flaggen angezündet. Auch in Hamburg kam es zu Demonstrationen. Die Landesregierung in NRW habe daraufhin den Schutz an allen herausragenden jüdischen Orten erhöht, wie NRW-Ministerpräsident Armin Laschet verkündete. Auch in Hessen wurde der Schutz vor beispielsweise Synagogen erhöht.