Großeinsatz in Schiffweiler

Gefährlicher Fund: Mehrere Giftschlangen und Spinnen aus Terrarien ausgebrochen

Giftige Schlangen und Spinnen in Wohnhaus entdeckt Großeinsatz in Schiffweiler
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Großeinsatz in Schiffweiler
Giftige Schlangen und Spinnen in Wohnhaus entdeckt

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Schock für einen Mann aus Schiffweiler im Saarland: Als er zur Mülltonne an seinem Wohnhaus läuft, entdeckt er plötzlich eine giftige Hornviper. Die Schlange ist durch die kalten Temperaturen offenbar halb erstarrt. Der Anwohner ruft sofort die Feuerwehr. Die Helfer finden auch im Gebäude noch eine lebende Schlange und mehrere giftige Spinnen. Das Mehrfamilienhaus muss evakuiert werden. Denn offenbar sind viele Tiere in einer Wohnung aus ihren Terrarien ausgebrochen. Im Video erzählt Bürgermeister Markus Fuchs, warum die Situation in dem Haus so gefährlich ist.

Vom Besitzer der Giftschlangen fehlte jede Spur

16 Menschen müssen am Mittwoch anderweitig untergebracht werden. „Wir konnten dann im weiteren Verlauf erfahren, dass wohl in einer Wohnung in dem Gebäude jemand mehrere Schlangen und giftige Spinnen hält. Der Anwohner selbst aber schon über einen längeren Zeitraum nicht mehr in der Wohnung war“, teilt Bürgermeister Markus Fuchs mit. Der 37-jährige Besitzer der giftigen Tiere befindet sich vermutlich auf der Flucht, da er wegen einer anderen Tat per Haftbefehl gesucht worden sein soll.

In der Wohnung entdecken die Einsatzkräfte mehrere tote Tiere, darunter Kobras, eine weitere lebende als auch eine tote Hornviper. Zahlreiche Terrarien waren geöffnet. Die Retter dichteten das Haus ab und brachten die beiden Schlangen in einen Zoo.

Giftige Tiere sind offenbar durch größeren Türschlitz abgehauen

Die Behörden vermuten, dass noch mehr Tiere abgehauen sein könnten. Die Wohnung habe einen größeren Schlitz an der Tür, sodass die Tiere von dort aus geflüchtet sein müssen. „Ansonsten muss man ganz in Ruhe die sehr verwinkelte und auch verschmutzte Wohnung absuchen, ob gegebenenfalls auch noch andere Tiere aufzufinden sind“, erklärt Fuchs im Interview. Noch am Abend ist das Wohnhaus und die angrenzenden Flächen nach den möglicherweise entflohenen Tieren abgesucht worden. Im Laufe des Tages soll eine Fachfirma die Einsatzkräfte bei der Suche unterstützen, teilt die Polizei am Donnerstag mit. (gsc)