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Fulda: Mordversuch mit Fleischklopfer? Prozess gegen 57-jährigen Mann startet

Mordversuch mit Fleischklopfer?

Prozess gegen 57-Jährigen startet

Polizeiauto mit Blauchlicht
Ein 57-Jähriger muss sich vor dem Landgericht Fulda wegen des Vorwurfs des versuchten heimtückischen Mordes verantworten. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild
deutsche presse agentur

Streit mit schweren Folgen

Ein 57-jähriger Mann soll am 16. Juli 2021 einen ehemaligen Arbeitskollegen mit einem Messer und einem Fleischklopfer angegriffen und verletzt haben.
Dabei soll er ohne weitere Worte und mit einem Lächeln im Gesicht dem ahnungslos im Wohnzimmer Sitzenden unvermittelt mit dem Fleischklopfer auf den Kopf geschlagen und mit dem Messer zugestochen haben - in den Oberkörper und den Brustkorb. Ein Stich habe die Lunge perforiert. Mit weiteren Stichen und Schnitten habe er den Mann am Oberarm und der Stirn verletzt.
Laut Staatsanwaltschaft soll er dabei den Tod des damals 44-Jährigen in Kauf genommen haben. Der mutmaßliche Täter und das Opfer sollen sich gestritten haben. Warum, war demnach zunächst unklar.

In letzter Sekunde

Der lebensgefährlich Verletzte konnte den Informationen zufolge aus der Wohnung des Angeklagten auf die Straße fliehen, wo er blutüberströmt vor einer Apotheke zusammenbrach.
Ihm konnte sofort geholfen werden, war allerdings drei Tage nach der Tat ohne Bewusstsein.

Prozessbeginn in Fulda

Von Donnerstag an muss sich der 57-Jähriger vor dem Landgericht Fulda wegen des Vorwurfs des versuchten heimtückischen Mordes verantworten. Das Gericht hat insgesamt sechs Verhandlungstage angesetzt. Mit einem Urteil ist demnach am 4. Februar zu rechnen. (dpa/awo)