Frust-Abend für Lewandowski

Klarer Sieg im Camp Nou: FC Bayern zeigt Barcelona die Grenzen auf

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Nach dem Zweikampf zwischen Lewandowski und de Ligt gab es erst Elfmeter für Barca, doch der Videoschiedsrichter griff ein.
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Der FC Bayern München hat sich mit einem nie gefährdeten Sieg und einer Machtdemonstration den Gruppensieg in der Champions League gesichert und für lange Mienen beim FC Barcelona um den ehemaligen Teamkollegen Robert Lewandowski gesorgt. Auch Frankfurt holte einen wichtigen Sieg, Leverkusen erkämpfte sich in einem dramatischen Finale die Chance auf ein Überwintern in der Europa League.

Die Highlights der Spiele können Sie hier im RTL-Liveticker nachlesen.

Bayern bewahrt die weiße Weste

Bayern München hat in der Champions League auch sein fünftes Vorrundenspiel gewonnen und zieht als Gruppensieger ins Achtelfinale ein. Der deutsche Rekordmeister setzte sich beim FC Barcelona mit Weltfußballer Robert Lewandowski 3:0 (2:0) durch und sicherte sich vorzeitig Rang eins der Gruppe C. Dort kommt es zum Abschluss am 1. November zum Duell mit Inter Mailand.

Superstar Sadio Mane (10.), Eric Maxim Choupo-Moting (31.) und Benjamin Pavard (90.+5) trafen für die Münchner, die seit nunmehr 33 Vorrundenspielen ungeschlagen sind. „Die Art und Weise gibt uns sehr viel Energie, weil wir sehr gallig waren. Ich glaube, Barça hat damit nicht gerechnet“, lobte Bayern-Trainer Julian Nagelsmann bei DAZN. „Wir haben gut verteidigt, wir haben leidenschaftlich verteidigt. Die Mannschaft hat heute wieder ein Zeichen gesendet.“

Barcelona steigt indes als Staffeldritter in die Europa League ab. Der langjährige Bayern-Stürmer Lewandowski ärgerte sich vor rund 90.000 Zuschauern kopfschüttelnd darüber, dass ihm ein zunächst zugesprochener Foulelfmeter nach Ansicht der Video-Bilder doch noch abgesprochen wurde (45.+1). Als seine früheren Bayern-Kollegen ihren souveränen Gruppensieg bejubelten, stapfte Lewandowski mit hängenden Schultern über den Rasen im Fußball-Tempel Camp Nou. Eric Maxim Choupo-Moting nahm den Weltfußballer tröstend in den Arm. Die Laune des Polen und des katalanischen Starensembles war schon vor dem Anpfiff im Keller, weil durch das 4:0 von Inter Mailand gegen Viktoria Pilsen das Aus im Kampf um das Achtelfinale bereits besiegelt war.

Frankfurt mit einem wichtigen Sieg

Eintracht Frankfurt darf in der Champions League weiter auf den Einzug ins Achtelfinale hoffen. Die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner gewann mit 2:1 (2:1) gegen Olympique Marseille und hat das Weiterkommen am letzten Spieltag in Gruppe D bei Sporting Lissabon in der eigenen Hand.

Daichi Kamada (3.) und Randal Kolo Muani (27.) trafen zum Sieg für den hessischen Fußball-Bundesligisten. Matteo Guendouzi (22.) erzielte den Treffer für Marseille. Am kommenden Dienstag (21 Uhr) ist die Eintracht in Lissabon gefordert, mit einem Sieg steht Frankfurt sicher unter den 16 besten Mannschaften in Europa.

Anders als im Hinspiel blieb es diesmal auf den Rängen weitgehend friedlich. In Marseille war es zu heftigen Ausschreitungen mit Pyrotechnik gekommen, ein SGE-Fan wurde schwer verletzt.

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Last-Minute-Drama beim Leverkusen-Spiel

Für Bayer Leverkusen ist international nur noch das Überwintern in der Europa League möglich. Der Fußball-Bundesligist kam am fünften Vorrundenspieltag der Champions League beim spanischen Topklub Atletico Madrid zu einem 2:2 (2:1) und kann damit die Rojiblancos lediglich mit Schützenhilfe noch vom dritten Platz verdrängen.

Moussa Diaby (9.) und Callum Hudson-Odoi (29.) trafen für das Team des spanischen Trainers Xabi Alonso. Die Madrilenen, die das Hinspiel im Rheinland verloren hatten, kamen durch Yannick Carrasco (22.) und Rodrigo de Paul (50.) jeweils zum Ausgleich.

Kurios wurde es im wahrsten Sinne des Wortes ganz am Ende in der Nachspielzeit: Schiedsrichter Clement Turpin hatte schon abgepfiffen, als ihn der Videoassistent auf ein Handspiel im Strafraum aufmerksam machte. Atletico erhielt einen Elfmeter, bei dem Yannick Carrasco (90.+8) an Lukas Hradecky scheiterte, auch zwei Nachschüsse verfehlten das Bayer-Tor, einer ging an die Latte. Dann war endgültig Schluss. (jlu/sid/dpa)