Freizeitstress nach dem Lockdown

Tipps gegen "FOMO" - die Angst, etwas zu verpassen

Freizeitstress kann sehr belastend sein.
Freizeitstress kann sehr belastend sein.
© iStockphoto, ciricvelibor

12. Juli 2021 - 9:54 Uhr

Nach dem Corona-Lockdown ist fast alles ist wieder möglich

Restaurants, Fitnessstudios und Co haben wieder geöffnet und so langsam kehrt Normalität ein. Manchmal fühlt es sich sogar ein bisschen so an, als hätte es die Corona-Lockdowns nie gegeben. Man darf wieder (fast) alles und keiner weiß genau, wie lange diese Freiheiten noch bleiben. Also bloß keine Chance auslassen, etwas zu erleben – oder?

Wie in einem Hamsterrad

Nach der Arbeit direkt zum Sport und nach dem Training sofort weiter zum Dinner mit Freunden – macht die Kollegin ja auch jeden Tag so. Am nächsten Tag geht es trotz anstrengender Überstunden noch in den Biergarten, in dem alle Influencer gestern waren.

Was ich morgen mache? Irgendwas war da - aber zwischen Friseur und Shopping wäre noch Luft für einen kurzen Plausch im neuen Café, das mir empfohlen wurde. Der Alltag ist wieder da und es ist beinahe so wie in einem Hamsterrad. Vor ein paar Wochen sah das noch anders aus: Nach der Arbeit lagen viele einfach nur auf der Couch und plötzlich muss man überall dabei sein, um beim Kaffeeklatsch im Büro mitsprechen zu können.

Lese-Tipp: Symptome Burnout: Wenn der Körper zu viel hat

FOMO: Fear of missing out

Diese Angst, etwas zu verpassen, wird auch FOMO genannt. Also "fear of missing out". Damit dieses Gefühl nicht aufkommt, nehmen wir uns oft viel zu viel vor. Dabei kann Freizeitstress extrem belastend sein. Laut des "Freizeitmonitors" verliert die Freizeit durch zu viele Aktivitäten an Faszination. Ein Hobby wird schnell zur Last und kann nicht mehr genossen werden. Der einst geliebte Zumba-Kurs fühlt sich so schnell wie ein stressiges Meeting mit dem Chef an.

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Wir geben 5 Tipps, wie man der FOMO entgegenwirken kann:

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Kreaitves Arbeiten gegen FOMO
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  1. Nicht mit anderen vergleichen: Auf der anderen Seite ist das Gras immer etwas grüner? Nein! Ihr Leben ist für andere bestimmt genauso spannend. Also…
  2. …seien Sie dankbar: Rufen Sie sich ins Gedächtnis, was Sie alles erlebt und erreicht haben.
  3. Erlebnisse genießen: Es sind oft die kleinen Dinge im Leben. Der Spaziergang im Sonnenuntergang ist genauso schön wie ein kühles Getränk im Biergarten.
  4. Digital Detox: Über Social Media sieht man, was andere den ganzen Tag unternehmen. Schalten Sie die Benachrichtigungen aus oder legen das Handy einfach mal weg. Wenn Sie im Hier und Jetzt leben, interessiert die Insta-Story der Nachbarin auch nicht mehr.
  5. JOMO statt FOMO: "Joy of missing out", also die Freude daran, etwas zu verpassen. Eine Verabredung mal ablehnen und stattdessen die Zeit mit sich selbst genießen. Ob Kochen, Wellness oder kreative Arbeiten – eine Me-Time kann viel Druck aus dem Alltag nehmen. (frs)