Im Mai öffnen fast alle Parks

Freizeitparks in Deutschland: Öffnungszeiten, Maßnahmen, Regeln

Das Phantasialand öffnet am 29. Mai
© dpa, Oliver Berg, obe pzi

25. Mai 2020 - 9:49 Uhr

von Lilian Teresa Manthei

Achterbahn fahren, mit dem Zug durch den Park tuckern, Softeis essen - der Freizeitpark-Besuch gehört für viele Menschen fest zur Jahresplanung. Doch dort wo viele Menschen auf engem Raum aufeinander treffen, gelten oberste Vorsichtsmaßnahmen, deshalb waren auch die deutschen Freizeitparks vom Corona-Lockdown betroffen. Jetzt öffnen nach und nach die Freizeitparks wieder ihre Tore – doch wie gestaltet sich der Besuch in einem Freizeitpark zu Corona-Zeiten und was sollte man als Gast schon vorher wissen?

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Diese Freizeitparks öffnen im Mai

Mit den schrittweisen Lockerungen der Beschränkungen durch die Landesregierungen haben im Laufe des Monats die ersten Parks schon wieder ihre Pforten für Besucher geöffnen können. Seit 11. Mai durften die Parks in Nordrhein-Westfalen offiziell wieder öffnen, ab 18. Mai folgten die in Sachsen, die anderen Bundesländer folgen nach und nach. So ging in Sachsen der Freizeitpark Plohn in Lengenfeld am 20. Mai an den Start. Fünf Tage später folgt die Öffnung des Heide Park Resorts in Soltau in Niedersachsen. Auch der Safaripark in Stuckenbrock in Nordrhein-Westfalen und der Serengeti-Park in Hodenhagen in Niedersachsen haben schon wieder geöffnet. Da einzelne Attraktionen, geführte Touren oder Showfütterungen allerdings nicht angeboten werden dürfen, haben die Parks entschieden, Tickets zu reduzierten Preisen anzubieten.

Am 29. Mai öffnen dann die meisten anderen Freizeitparkts: Der Europapark in Rust, Tripsdrill in Cleebronn und das Ravensburger Spieleland in Meckenbeuren, das Belantis in Leipzig, alle Parks in Baden-Württemberg, das Phantasialand in Brühl in Nordrhein-Westfalen und der Movie Park in Bottrop. In Bayern sollen die Freizeitparks dann einen Tag später öffnen: Das betrifft das Legoland Deutschland in Günzburg, der Playmobil Fun Park in Zirndorf, der Allgäu Skyline Park in Bad Wörishofen, der Freizeitpark Ruhpolding und der Bayernpark in Reisbach.

Das müssen Sie beachten

Jede Parköffnung unterliegt einer Palette aus diversen Beschränkungen und Regeln, um den Besuch so coronasicher wie möglich zu gestalten. Die Anzahl der Tagesbesucher wird beschränkt sein, deshalb wird es in fast allen Parks nur Online-Tickets geben, die auf einen bestimmten Tag datiert sind.

Dazu gelten natürlich die allgemeinen Hygiene- und Sicherheitsregeln, sowie Maskenpflicht in überdachten Bereichen oder während der Attraktionsnutzung. Alle Besucher werden angehalten die Hust- und Nießetikette zu beachten, den Mindestabstand zu halten, sich regelmäßig die Hände zu waschen und zu desinfizieren. Dazu richten alle Parks Händedesinfektionsstationen an mehreren Stellen ein. Wegen der Einhaltung des Abstandsgebots werden jedoch einige Attraktion oder Shows nicht stattfinden, genau wie auch Angebote, bei denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, wie unter anderem beim Kinderschminken oder Auftritten von Straßenkünstlern.

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Not macht erfinderisch

Bei der Umsetzung der Einschränkungen ist mancher Park sehr einfallsreich. Der Europapark beispielsweise arbeitet zurzeit noch an der Entwicklung einer App, die dabei hilft, den Mindestabstand zu anderen Gästen im Warteschlangenbereich zu wahren: "Distance Radar" soll sie heißen und der Abstandshaltung einen spielerischen Charakter geben.

Hier ist die Öffnung noch unklar

Nicht für alle Freizeitparks in Deutschland steht schon fest, wann sie wieder öffnen werden. So gibt es für den Holiday Park in Haßloch in Rheinland-Pfalz noch kein konkretes Öffnungsdatum, und auch der Hansa Park in Sierksdorf in Schleswig-Holstein kann noch keine Angaben darüber machen, wann wieder geöffnet sein kann. Dort gibt es zum Beispiel aktuell noch keine Vorgaben aus der Politik.

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