Schock im Freizeitpark

Rheinland-Pfalz: Frau stürzt aus Achterbahn und stirbt

06.08.2022, Rheinland-Pfalz, Klotten: Ein Schild in der Nähe des Eingangs weist auf Ein- und Ausgang des Wild-und Freizeitparks hin. Dort ist eine Frau aus dem Saarland auf einer Achterbahn tödlich verunglückt. Foto: Harald Tittel/dpa +++ dpa-Bildfun
Frau im Freizeitpark tödlich verunglückt
fdt, dpa, Harald Tittel

Im Wild- und Freizeitpark Klotten im gleichnamigen Mosel-Ort in Rheinland-Pfalz ist am Samstagnachmittag eine Frau aus einer fahrenden Achterbahn gefallen und tödlich verletzt worden. Die 57-Jährige aus St. Wendel im Saarland starb trotz Wiederbelebungsversuchen noch vor Ort. Die genaue Unfallursache ist noch unklar.

Horror im Freizeitpark: Tödlicher Unfall auf „Klotti-Achterbahn“

Die Polizei konnte am Samstagabend wenig mehr als den Zeitpunkt des Unfalls und das Alter der Toten nennen. Sie soll nach Informationen des „Focus“ mit ihrer Familie in dem Park gewesen sein. „Die Untersuchungen laufen noch“, sagt ein Polizist aus Cochem. Die Staatsanwaltschaft sei, wie stets bei solchen Unfällen, eingeschaltet worden. Aber noch stehen alle Untersuchungen ganz am Anfang. "Der Freizeitpark bleibt an diesem Sonntag geschlossen“, wurde auf dessen Homepage angekündigt. Auch am Eingang des Parks hängt ein Schild, das auf die Schließung am Sonntag hinwies.

Handelte es sich um einen technischen Defekt, war Fahrlässigkeit oder tödlicher Leichtsinn im Spiel? „Um das festzustellen, könnte eine Obduktion angeordnet werden“, mutmaßt der Polizist - aber das werde eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft sein.

Ermittlungen nach Achterbahn-Tod im Freizeitpark Klotten

Klotten: Der Ein- und Ausgang des Wild-und Freizeitparks. Dort ist eine Frau aus dem Saarland auf einer Achterbahn tödlich verunglückt.
Klotten: Der Ein- und Ausgang des Wild-und Freizeitparks. Dort ist eine Frau aus dem Saarland auf einer Achterbahn tödlich verunglückt.
fdt, dpa, Harald Tittel

Der Unfall in dem Park, der auch „Klotti“ genannt wird, ereignete sich gegen 16.30 Uhr, etwa anderthalb Stunden vor der regulären Schließung. Als „heiße Fahrt“ bewirbt der Freizeitpark auf seiner Webseite und auf Youtube die 532 Meter lange Achterbahn mit einer Höhe von 17,5 Metern. Auf einem Video ist zu sehen, dass das Auf und Ab der Achterbahn teilweise durch eine Art künstliche Schlucht führt. Von den höheren Positionen der Bahn fällt der Blick hingegen auf die umliegenden Höhenzüge.

Die Fahrt sei „nichts für Angsthasen“, wird dort versichert. „Kurvenreich, maximales Gefälle und bis zu 60 Stundenkilometer schnell, da kann schon mal der Atem stocken und das Herz den angestammten Platz verlassen. Aber alles wird gut: Wer die 550 Meter Strecke gemeistert hat, den kann zumindest an diesem Tag nichts mehr schocken“.

Der Park wurde 1970 als Wildpark auf den Moselhöhen bei Klotten eröffnet, wie es auf der Website heißt. Seit den 90ern wurde er mit neuen Attraktionen zu einem Freizeit- und Familienpark ausgebaut. Die Achterbahn eröffnete demnach 2004. Das Unglück hatte einen Großeinsatz von Rettungskräften zur Folge.

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Tödliche Achterbahnunfälle

Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen und technischen Maßnahmen: Tödliche Unfälle mit Achterbahnen oder in Freizeitparks mögen selten sein, sorgen dann aber für besondere Aufmerksamkeit, wenn der Nervenkitzel tödlich ausgeht.

Mitte Juli kam bei einem schweren Unfall in einer Achterbahn im dänischen Aarhus ein 14-Jähriges Mädchen ums Leben. Im September vergangenen Jahres stürzte eine Sechsjährige aus einer Achterbahn in einem Freizeitpark im US-Bundesstaat Colorado. Sie war nicht richtig angeschnallt. Und im Juni 2016 etwa wurden bei der Entgleisung einer Achterbahn in Schottland zehn Menschen verletzt. (dpa /sbl)