Todesursache nach Tragödie in US-Freizeitpark bekannt

Mädchen (†6) fällt aus Achterbahn und stirbt - weil sie nicht angeschnallt war

Die kleine Wongel E. fiel aus der Achterbahn und starb.
Die kleine Wongel E. fiel aus der Achterbahn und starb.
© gofundme.com

30. September 2021 - 10:45 Uhr

Colorado (USA): Mädchen (†6) stirbt, weil Freizeitpark-Mitarbeiter Gurt nicht befestigten

Die sechsjährige Wongel E. war Anfang September mit ihren Eltern im "Glenwood Caverns Adventure Park" im US-Bundesstaat Colorado. Es sollte ein spaßiger Familienausflug werden, doch der Tag endete für das Mädchen tödlich. Wie die US-Polizei nach Ermittlungen mitteilt, fiel die Sechsjährige aus der "Haunted Mine Drop"-Achterbahn, weil der Gurt von den Mitarbeitern nicht gut befestigt worden war.

Ermittler: Der Unfall hätte verhindert werden können

Es ist gegen 19 Uhr abends, wenige Minuten bevor der Freizeitpark schließt. Die kleine Wongel will noch ein letztes Abenteuer erleben und nimmt auf der "Haunted Mine Drop"-Achterbahn Platz, die rund 30 Meter ungebremst in die Tiefe stürzt. Neben ihr sitzen fünf andere Menschen.

Als die Runde vorbei ist und die Achterbahn zum Stehen kommt, ist der Platz von Wongel leer. Das Mädchen liegt tot am Boden, Rettungskräfte können nur noch ihren Tod feststellen. Das berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf das Ermittlungsergebnis.

Laut den Behörden ist das Mädchen während der Fahrt aus der Achterbahn gefallen, weil es nicht richtig angeschnallt war. Die Mitarbeiter des Parks sollen nicht bemerkt haben, dass das Mädchen auf dem Gurt saß.

Fatal: Der Computer soll laut Ermittlern sogar ein Problem gemeldet haben, dennoch drückte ein Mitarbeiter auf den Startknopf. Aber weil die Attraktion nur wenige Wochen in Betrieb war, sollen die Aufseher nicht gewusst haben, was zutun sei.

Familie verklagt den Freizeitpark

Wie "Washington Post" wollen die Eltern des Mädchens die Betreiber des Parks verklagen, weil nicht die "höchste Sicherheitsstufe" eingehalten worden war. Es liege in der Verantwortung des Parks, die Passagiere anzuschnallen und zu überprüfen, ob jeder vor dem Start richtig befestigt ist, sagte der Anwalt der Familie.

Nun wollen die Eltern ihre kleine Wongel nach rund drei Wochen beerdigen. Weil das Geld knapp ist, sammeln Freunde Spenden über die Internetseite "gofundme.com". "Sie war ein wunderschönes und fröhliches Mädchen", heißt es dort. Inzwischen wurden knapp 80.000 Dollar (rund 68.000 Euro) gesammelt. (mor)