Frauenfußball-WM 2023 im LivetickerMehr als acht Millionen sehen deutsches WM-Desaster

DFB-Frauen vermasseln WM!
Nachdem die deutsche Frauen-Nationalmannschaft im vergangenen Jahr den EM-Titel im Finale nur knapp verpasst hat, sind die Erwartungen an die DFB-Frauen bei der WM 2023 groß. Das Ziel ist klar formuliert: Der dritte WM-Titel nach 2003 und 2007 soll her!
Doch daraus wurde nichts.Die deutschen Fußballerinnen erlebten die größte Blamage ihrer Historie. Vorrunden-Aus statt WM-Party.
Alle Infos rund um die WM und die DFB-Frauen gibt’s hier im Liveticker!

Frauenfußball-WM 2023 im Liveticker - Alle aktuellen Meldungen

Fabian Klein

Voss-Tecklenburg macht weiter


Auf einer Pressekonferenz berichtet die Bundestrainerin von ihrer Entscheidung. Trotz des WM-Debakels denkt sie nicht an einen Rücktritt. Vielmehr möchte sie der Mannschaft helfen, zu alter Stärke zurückzufinden. „Das Einfache ist, wenn es im Leben schwierig wird, wegzulaufen. Ich bin noch nie weggelaufen, wenn es schwierig wird. Also habe ich weiterhin den festen Willen, zusammen mit allen Beteiligten die nächsten Schritte im deutschen Frauenfußball zu gehen. Ich bleibe hartnäckig und stark", verkündet die 55-Jährige. Auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf sprach ihr kurz zuvor sein Vertrauen aus.
Phillip Oldenburg

Kanzler Scholz „berührt und bewegt“ über Ausscheiden

 
Kanzler Olaf Scholz nimmt nach Angaben einer Sprecherin Anteil am WM-Aus der deutschen Fußball-Nationalspielerinnen. „Es hat ihn erkennbar berührt und bewegt, und er nimmt an der Enttäuschung natürlich auch Anteil“, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Hoffmann am Freitag in Berlin.  „Aber so ist es halt im Sport“, sagte Hoffmann. Nach dem Wettkampf sei vor dem Wettkampf. „Insofern geht es jetzt mal erstmal darum, der Nationalmannschaft für den Einsatz zu danken. Aber klar, also man hätte sich was anderes gewünscht.“
Phillip Oldenburg

Popps Zukunft im DFB-Team weiter offen


DFB-Kapitänin Alexandra Popp will nach dem frühen WM-Scheitern keine schnelle Entscheidung über ihre Zukunft im Frauen-Nationalteam treffen. „Diese Gedanken sind gerade sehr weit entfernt, weil mich das Ausscheiden aus der Gruppenphase viel zu sehr beschäftigt“, sagte die 32-Jährige am Freitag in Brisbane. „Jeder benötigt die Zeit, um mit sich klarzukommen“, fügte Popp hinzu. Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bunds war am Donnerstag erstmals bereits in der Vorrunde einer Weltmeisterschaft ausgeschieden.

Schon nach der Finalniederlage bei der EM im Vorjahr hatte Torjägerin Popp längere Zeit offen gelassen, ob sie ihre Karriere im Nationalteam fortsetzt. Bei der WM in Australien und Neuseeland erzielte die Angreiferin vier Tore in drei Gruppenspielen, konnte das Aus aber auch nicht abwenden.

Vor grundsätzlichen Entscheidungen müsse man dem Team zugestehen, „dass wir jetzt einfach auch die Zeit benötigen, genau das auch zu analysieren, um dann auch klar zu sehen, was gefehlt hat, woran es gelegen hat“, mahnte Popp. 
Macht Alexandra Popp im DFB-Team weiter?
Macht Alexandra Popp im DFB-Team weiter? imago
Phillip Oldenburg

Mehr als acht Millionen sehen deutsches WM-Aus


Das WM-Debakel der deutschen Fußballerinnen hat dem ZDF eine gute Einschaltquote beschert. Das abschließende Gruppenspiel gegen Südkorea (1:1) verfolgten am Donnerstagmittag 8,06 Millionen Zuschauer, der Marktanteil betrug 63,5 Prozent. Durch das Unentschieden schied die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erstmals in der Vorrunde einer WM aus. Die Niederlage gegen Kolumbien (1:2) hatten am vergangenen Sonntag 10,36 Millionen Zuschauer in der ARD gesehen (MA: 61,6 Prozent). Beim Kantersieg zum Auftakt gegen Marokko (6:0) schalteten im ZDF 5,61 Millionen Fans (MA: 60,4) ein.

Frauenfußball-WM 2023: Der deutsche WM-Kader im Überblick

Tor: Ann-Katrin Berger, Merle Frohms, Stina Johannes

Abwehr: Sara Doorsoun, Chantal Hagel, Marina Hegering, Kathrin Hendrich, Sophia Kleinherne, Sjoeke Nüsken, Felicitas Rauch

Mittelfeld/Angriff: Nicole Anyomi, Jule Brand, Klara Bühl, Sara Däbritz, Laura Freigang, Svenja Huth, Lena Lattwein, Melanie Leupolz, Sydney Lohmann, Lina Magull, Lena Oberdorf, Alexandra Popp, Lea Schüller