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Formel 1: Verliert Nikita Mazepin am Dienstag seinen Job? Lizenzentzug droht - FIA-Treffen und Ukraine-Forderung

Nach IOC-Empfehlung

Mazepin droht F1-Ausschluss - verliert er am Dienstag seinen Job?

25.02.2022, Spanien, Montmelo: Formel 1: Auftakt Testfahrten auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona, 3. Tag: Nikita Mazepin aus Russland vom Team Haas-Ferrari unterhält sich. Das Haas-Team hat für den letzten Testtag den Schriftzug und die Farben
Nikita Mazepin bei den F1-Testfahrten auf dem Circuit de Catalunya.
zeus lvb nwi, dpa, James Gasperotti

Der russische Einmarsch in die Ukraine könnte Nikita Mazepin die Formel-1-Karriere kosten. Der Druck auf das US-Team Haas steigt ohnehin – noch problematischer für den Russen: Ihm droht der Lizenzentzug.

IOC, FIFA und UEFA machen es vor

Am Montag legten das Internationale Olympische Komitee (IOC) und die großen Fußballverbände vor. Das IOC empfahl allen Mitgliedsverbänden, russische und belarussische Sportlerinnen und Sportler von ihren Wettkämpfen auszuschließen . Am Abend folgten FIFA und UEFA fast zeitgleich mit ihrer Entscheidung: Alle Teams der russischen Nationalmannschaft und Liga-Teams werden von den Wettbewerben suspendiert.

Auch der Motorsportweltverband FIA ist vom Komitee anerkannt. Nach dem Staatsdoping-Skandal um Russland setzte die FIA die entsprechende Strafe um. So startete Nikita Mazepin nicht unter russischer Fahne, im Falle eines Sieges wäre nicht die Hymne Russlands erklungen.

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Sondersitzung bei der FIA

Nun fordert der ukrainische Motorsportverband die FIA auf, allen russischen Fahrern die Teilnahme an Rennen außerhalb Russlands zu verbieten. Zuvor hatte FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem dem ukrainischen Verband einen Brief geschrieben und die „volle Unterstützung und die Unterstützung der FIA“ angeboten.

Eine Lizenzstrafe würde in der Formel 1 Nikita Mazepin betreffen. Der Teamkollege von Mick Schumacher fährt mit einer russischen Lizenz.

Mazepin hatte sich Freitag zur pikanten Situation geäußert. "Ich habe keine Kontrolle. Ich habe mich entschieden, mich auf das zu konzentrieren, was ich kontrollieren kann, indem ich hart arbeite und mein Bestes für mein Haas-Team gebe." Teamchef Günther Steiner hatte erklärt: "Nicht alles hängt von uns ab. Da sind Regierungen involviert." Der Haas war am Ende der Testfahrten ohne das Logo des Hauptsponsor Uralkali (Besitzer ist Milliardär Dmitri Mazepin, der auch Vater von Niktia ist) gefahren.

Eine Entscheidung wird wohl schon am Dienstag gefällt. Der FIA „World Motor Sport Council“ kommt zu einer Sondersitzung zusammen. Thema ist der Umgang mit Russland nach der Invasion in der Ukraine.

Am vergangenen Freitag hatte die Königsklasse bereits mitgeteilt, dass das Rennen in Sotschi nicht stattfinden wird. Wer für den Großen Preis von Russland einspringt, ist noch offen. (msc)