Nix geholt trotz stärkstem Paket

Wolff trauert Monza nach: "Eigentlich alles, wie es nicht sein sollte"

Toto Wolff hatte in Monza nichts zu lachen
Toto Wolff hatte in Monza nichts zu lachen
© imago images/GEPA pictures, GEPA pictures/ Christian Walgram via www.imago-images.de, www.imago-images.de

20. September 2021 - 13:29 Uhr

Wolff: Monza-Wochenende zum Vergessen

Toto Wolff trauert dem Großen Preis von Italien in Monza nach. Und das nicht einmal so sehr, weil Lewis Hamilton durch den Crash mit Max Verstappen leer ausging. Eigene Fehler hätten Mercedes erst in eine unvorteilhafte Position gebracht.

"Das müssen wir uns selbst auf die Kappe schreiben

"Was man definitiv sagen kann: In Monza hatten wir das stärkste Paket. Insofern ist es natürlich schade, dass wir sieben oder acht Punkte auf den Verstappen haben liegenlassen. Auch in der Konstrukteursmeisterschaft. Das müssen wir uns selbst auf die Kappe schreiben", zitiert "Motorsport-Total.com" Wolff.

Zur Erinnerung: Im Freitags-Qualifying waren Valtteri Bottas und Hamilton der Konkurrenz um die Ohren gefahren, mehr als vier Zehntel betrug der Vorsprung auf Verstappen. Aus einem dominanten GP-Wochenende wurde aber nichts – aus mehreren Gründen.

Zum einen musste Bottas' wegen eines Motorwechsels am Sonntag von ganz hinten starten, fiel als Strategiekarte fürs Rennen aus. Zum anderen vergeigte Hamilton beim Sprintrennen den Start, fiel von 2 auf 5 zurück. Während WM-Rivale Verstappen als Zweiter zwei Extrapunkte einfuhr, ging Hamilton leer aus.

Extralob für Bottas

Auch am Rennsonntag lief bei der Kombo Hamilton/Mercedes nicht alles nach Plan. Der Boxenstopp in Runde 26 dauerte mit 4,2 Sekunden viel zu lang, wäre alles glatt gegangen, hätte Verstappen am Boxenausgang gar keinen Angriff auf Hamilton starten können. Den verhängnisvolle Crash hätte es nie gegeben.

"Wir hatten einen Motorschaden, den wir nicht hätten haben sollen. Bei Lewis war es ein schlechter Start und im Rennen hatten wir wieder einen verpatzten Boxenstopp, der den Rennsieg gekostet hat. Also eigentlich alles, wie es nicht sein sollte", resümierte Wolff. Statt in Italien Punkte gutzumachen oder sich die WM-Führung zurückzuholen, vergrößerte sich Hamiltons Rückstand unterm Strich um zwei Punkte auf fünf.

Wie man's macht, zeigte in Monza ausgerechnet der für 2022 aussortierte Wingman Bottas. Folglich gab's für den Finnen ein Extralob. Bottas sei für ihn der "Mann der ganzen Woche" gewesen, sagte Wolff. "So stark in jeder einzelnen Session. Am Samstag abgeklärt wie ein Weltmeister in den Sonnenuntergang verschwunden. Im Rennen hat er überholt wie Lewis in den besten Zeiten. Da muss man schon die Kappe ziehen." (mar)