Exklusiv-Interview im Video

Vettel-Boss: Das erwarte ich von Seb und Aston Martin

04. Februar 2021 - 20:29 Uhr

Formel 1: Vettel-Boss ruft Platz drei als Ziel aus

Eines der spannendsten Projekte der kommenden Formel-1-Saison ist der Rennstall Aston Martin. Mit neuem Namen, neuer Farbe und Sebastian Vettel als Top-Fahrer stürzt sich die Traditionsmarke ins F1-Comeback. Otmar Szafnauer, Teamchef der Briten, ruft im exklusiven RTL-Interview Platz drei als Ziel aus. Von der bisherigen Zusammenarbeit mit dem viermaligen Weltmeister Vettel ist der 56-Jährige begeistert. Und Szafnauer ist sich auch sicher: Bei Aston Martin wird Vettel wieder Freude am Fahren haben.

Was der Amerikaner von Sebastian Vettel in der Saison 2021 erwartet und wie er seine Fahrer unterstützen will, sehen Sie oben im Video.

"Wäre toll, wenn wir Mercedes und Red Bull einen Kampf liefern können"

Sieben Pünktchen fehlten Racing Point, dem Vorgänger von Aston Martin, in der vergangenen Saison auf das drittplatzierte Team McLaren. Das soll sich 2021 ändern.

"Wir hatten das Potential, um am Ende Dritter zu werden. Ich denke, McLaren hatte nicht so viel Pech wie wir. Wir hätten Dritter werden müssen. Deswegen macht es Sinn für uns, Platz drei als Ziel auszurufen", sagte Szafnauer.

Geht da nicht noch mehr nach oben? "Es wäre natürlich toll, wenn wir Red Bull und Mercedes einen Kampf liefern können", ergänzte der Teamchef.

"Werden dafür sorgen, dass er wieder Spaß am Racing hat"

Die erste Zusammenarbeit mit Vettel verlief vielversprechend, der F1-Veteran habe sich wissbegierig gezeigt. "Er ist wie immer sehr motiviert. Er ist sehr neugierig, fragt viel. Er vergleicht die Arbeit hier mit dem, was er in der Vergangenheit gelernt hat", so Szafnauer. Anschließend analysiere Vettel, was schon gut laufe und was noch besser werden könne.

Dass der frühere Champion, der 2020 eine echte Saison zum Vergessen erlebte, im British Racing Green wieder aufblüht – daran zweifelt der neue Vettel-Boss keine Sekunde.

"Wir arbeiten hier anders und behandeln die Fahrer anders als bei seinen alten Teams. Wir werden dafür sorgen, dass ihm Racing wieder Spaß macht", sagte Szafnauer. "Das war genau das, was er wollte. Unser Team kann das sehr gut. Wir geben ihm die Umgebung und Unterstützung, die er braucht, um am Ende beim Fahren Spaß zu haben."

Was ist also drin für Vettel in Grün? "Ich bin sehr zuversichtlich, dass er hier das bestmögliche Level erreichen kann. Mit 33 vergisst man nicht, wie man ein Rennwagen schnell fährt", ist Szafnauer sicher. "Ich denke, er wird der Welt beweisen, dass er mit der richtigen Umgebung, Motivation und der Freude am Racing einen großartigen Job machen kann."

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Duell mit Stroll: "Es wird nicht einfach für Sebastian"

Bei all dem Lob über Vettel dürfe man aber dessen neuen Teamkollegen Lance Stroll nicht unter den Tisch fallen lassen, mahnte der Teamchef.

"Lance Stroll ist sehr, sehr talentiert. Er hat viel Naturtalent und kann schnell fahren. Und er hat eine steile Lernkurve in der Formel 1."

Der Kanadier werde von Sebastian lernen, aber "es wird auch nicht einfach für Sebastian". Lance ist sehr schnell, er zeigt das auch, wenn es nass ist. Das hat er schon einige Male gezeigt."

Wichtig sei ihm vor allem das Teamwork, betonte Szafnauer. "Was ich sehr schätze ist, dass unsere Fahrer immer sehr gut zusammengearbeitet haben. Das erwarte ich von den beiden auch. Als erstes sind sie Teamkollegen und dann erst Konkurrenten."

Nico Hülkenberg als Ersatzfahrer?

Szafnauer verriet zudem, dass Aston Martin darüber nachdenke, Nico Hülkenberg als Ersatzfahrer an Bord zu holen. "Das könnte gut sein", sagte der Teamchef. Man stehe im Kontakt und Austausch. "Es wäre für uns alle toll."

Schon im vergangenen Jahr war Hülkenberg für Racing Point kurzfristig mehrmals eingesprungen, sammelte im pinken Renner ordentlich Punkte.

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