Noch keine Punkte in den ersten Rennen mit Aston Martin

RTL-Reporter Kai Ebel: "Sebastian Vettel muss den Kampf im Mittelfeld annehmen"

RTL-Reporter Kai Ebel
RTL-Reporter Kai Ebel
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04. Mai 2021 - 14:03 Uhr

Aston Martin muss jetzt die Hausaufgaben machen

Es läuft noch nicht für Sebastian Vettel und Aston Martin: Nach drei Saisonrennen steht der Deutsche weiterhin ohne WM-Punkte da – ein neuer Negativrekord. Platz 13 beim vergangenen Rennen in Portugal bedeutete immerhin das beste Saisonresultat. Ein Beleg dafür, wie weit der viermalige Weltmeister derzeit der Spitze hinterherfährt. Abschreiben will RTL-Reporter Kai Ebel den Deutschen aber noch nicht. "Das ist schwer für ein Team wie Aston Martin, die gerade einen Rückschritt hinnehmen müssen, das zu akzeptieren und anzunehmen", analysierte Ebel im RTL-Instagram-Live-Format "Letzte Runde". Jetzt müsse die Mannschaft "einfach die Hausaufgaben machen", so der RTL-Reporter, der auch an Sebastian Vettel eine klare Forderung stellt.

Kai Ebel: Vettel muss Team ziehen, nicht hinterher laufen

McLaren, Ferrari, Alpine, AlphaTauri und Aston Martin: Das Mittelfeld der Königsklasse ist in dieser Saison so nah beisammen wie lange nicht mehr. Während vor allem McLaren und Alpine in Portugal überzeugen konnten, tut sich das Team von Sebastian Vettel und Lance Stroll weiter schwer. "Insgesamt fehlt uns die Pace", stellte Vettel nach dem Rennen ernüchtert fest.

Für RTL-Reporter Kai Ebel ist aber klar: Aston Martin muss sich selbst aus der schlechten Situation befreien. "Da muss man jetzt auch mit widrigen Umständen kämpfen und mit schlechten Karten eben weiterpokern. Einfach am Tisch sitzen bleiben, gucken, dass es weitergeht, das beste draus machen", so der 56-Jährige.

"Da erwarte ich mir auch den Einsatz von Sebastian Vettel, der vier Mal Weltmeister war. Das muss er reinbringen, aus meiner Sicht, mit seiner Erfahrung, dass er das Team zieht und nicht selbst nur hinterher läuft" machte Ebel deutlich. "Jemanden wie Lance Stroll muss er in die Tasche packen. Ein paar Rennen braucht er, bis er sich ans Team und das Auto gewöhnt hat, das sehen wir ja auch bei den anderen, die das Team gewechselt haben. Das muss man zur Ehrenrettung von Seb sagen."

Die Umstellung auf ein neues Auto und ein neues Team brauche seine Zeit, so Ebel. "Da muss sich der Sebastian einleben wie alle anderen auch." Aber: "Das muss er jetzt nach ein paar Rennen geschafft haben. Spätestens Barcelona, weil die Strecke kennen alle. Da muss er jetzt mal den Gurt anziehen und diesen Mittelfeldkampf annehmen und eröffnen", fordert der RTL-Reporter.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer: In Spanien will Aston Martin Updates für Vettels Auto mitbringen. Vielleicht reicht es dann für die ersten Punkte der Saison.

LHÖ

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