Härtester WM-Kampf seit Jahren

Papa Verstappen mischt sich in F1-Fight ein: Max wird gegen Lewis "alles" versuchen

Max Verstappen (l) wird nach dem Sieg in den USA von seinem Vater Jos umarmt.
Max Verstappen (l) wird nach dem Sieg in den USA von seinem Vater Jos umarmt.
© deutsche presse agentur

08. Dezember 2021 - 12:22 Uhr

Verstappen wird auch im letzten Rennen hart kämpfen

Max Verstappen kämpfte beim Großen Preis von Saudi-Arabien mit allen Mitteln gegen seinen Kontrahenten Lewis Hamilton. Unbedingt will der Niederländer das erste Mal ganz oben auf dem F1-Thron sitzen. Doch das teils überharte und unsportliche Verhalten führt zu Rissen in der Sympathie-Fassade. Für Max nebensächlich, weiß sein Vater Jos. Auch beim Finale des vergifteten WM-Duells mit Titelverteidiger Lewis Hamilton werde Max nicht von seinem kompromisslos-aggressiven Kurs abweichen.

Er gehe zwar nicht davon aus, dass es am kommenden Sonntag beim alles entscheidenden WM-Rennen zu einem erneuten Crash der beiden Formel-1-Rivalen kommt. Jos Verstappen, einst selbst Pilot und dabei auch mal Teamkollege von Michael Schumacher, sagte aber der britischen Zeitung "Daily Mail": "Er wird alles versuchen, um den Sieg zu holen, das ist sicher. Es wird aufregend."

Verstappen rein rechnerisch vorne

Davon gehen die Fans des 24 Jahre alten Niederländers, der in seinem mittlerweile auch schon siebten Formel-1-Jahr auf den ersehnten ersten Titel hofft, ebenso wie die Anhängerinnen und Anhänger des 36 Jahre alten Briten aus, der mit einem achten Titeltriumph Michael Schumacher überbieten würde und alleiniger Rekordhalter wäre. "Max will ganz bestimmt gewinnen. Er wird es ganz sicher versuchen. Klar wird er versuchen, ihn zu schlagen", zitierte die "Daily Mail" Jos Verstappen weiter.

Nach dem dritten Sieg in Serie hat Hamilton im Mercedes für ein Fast-Novum gesorgt. Erst zum zweiten Mal in der Formel-1-Historie nach 1974 reisen die Rivalen punktgleich zum Finale. Max Verstappens Vorteil: Wenn beide ausscheiden würden oder beide punktlos blieben, würde er den Titel gewinnen. Die Anzahl der Rennsiege in diesem Jahr - 9:8 für Verstappen - würde den Ausschlag geben.

Historische WM-Duell-Vergleiche

Nicht wenigen fallen in dem Zusammenhang die Zoff-Duelle zwischen Alain Prost und Ayrton Senna ein, die sich 1989 und 1990 jeweils in die Autos fuhren. Oder auch Michael Schumacher, der 1994 nach einem Crash mit Damon Hill und dem Aus von beiden erstmals Weltmeister wurde und drei Jahre später mit seinem Rammstoß gegen den späteren Titelträger Jacques Villeneuve für die eigene Saison-Disqualifikation sorgte. (dpa/lgr)