F1-Rookie von Strafe betroffen

Mazepin darf nicht unter russischer Flagge starten

© Getty Images, Bongarts, AJB / WTM

09. Februar 2021 - 9:43 Uhr

Formel 1: Mazepin startet als neutraler Sportler

F1-Rookie Nikita Mazepin muss die ersten beiden Saisons in der Königsklasse unter neutraler Flagge starten. Grund hierfür ist die Sperre für Russland durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS.

Im Dezember hatte der CAS die Sperre zwar von vier auf zwei Jahre verkürzt. Dennoch bedeutet dies: In den nächsten zwei Jahren sind keine russischen Mannschaften bei Sport-Events wie Olympia und der Fußball-WM erlaubt. Und betroffen davon sind auch Rennpiloten aus Meisterschaften des Internationalen Automobilverbands FIA – wie Haas-Rookie und Mick-Schumacher-Kollege Mazepin.

Das bestätigte der Russische Automobilverband RAF nach einer Klarstellung des CAS. Demnach dürfen Sportler wie Mazepin keine russischen Flaggen und Symbole tragen. Sie dürfen sich aber als neutrale Sportler aus Russland bezeichnen.

Formel 1: Rennen in Sotschi findet statt

Im Falle eines – sehr unwahrscheinlichen – Rennsieges von Mazepin würde auch keine russische Hymne laufen. Beim Grand Prix in Russland wird ebenfalls nicht die Nationalhymne Russlands abgespielt.

Das Rennen in Sotschi selbst ist nicht betroffen, die Veranstalter haben einen gültigen Vertrag mit der Formel 1.

Der Grund für die Strafe für Russland waren Manipulationen von Daten aus dem Moskauer Doping-Kontroll-Labor.

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F1-Boss tadelt Mazepin

Mazepin hängt derweil weiterhin der Skandal um das Grapsch-Video nach, denn nun meldete sich auch der neue F1-Boss mit mahnenden Worten. "Was Mazepin getan hat, das ist nicht akzeptabel. Ich werde mich mit den 20 Formel-1-Fahrern über ihre Rolle als Botschafter für den Sport unterhalten", sagte Stefano Domenicali. "Ich werde bei diesen Gesprächen klarmachen, dass über gewisse Dinge keine Scherze gemacht werden können, das geht einfach nicht. Sie müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie eine Vorbildrolle haben."

Zuletzt hatte Mazepin Ärger mit dem Gesetz, nachdem er über eine rote Ampel gefahren war.

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